POLEN
eine Woche in
Pommern und Masuren


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August 2014

Es war eine recht spontane Entscheidung, die uns an die polnische Ostseeküste und nach Masuren führte. Wir wussten von dem Charme der alten Hansestadt Danzig. Polen war für uns „individuell“ zu bereisen. In diese Träume platzten Toni und Günther mit ihrem Vorhaben, eine „geführte“ Reise zu buchen. Mit unserer Zusage war die Mindesteilnehmerzahl erreicht und die Reise konnte stattfinden.


Donnerstag 7.8.2014

Schon am Mittwoch dem 6. August nehmen wir Katrin mit auf die erste Etappe nach Weiden. Die Gespräche an diesem gemütlichen Abend sind, in froher Erwartung, sehr themenbezogen. Am folgenden Morgen wird das Auto beladen und Günther chauffiert uns in 4 ½ Stunden sicher nach Berlin. Katrin wird bei ihrer Wohnung abgesetzt, wir im Hotel Ibis, Toni und Günther stellen den Wagen bei Verwandten ab. Zum Abendessen in Neukölln können wir noch draußen sitzen und es schmeckt - vietnamesisch - sehr gut. Der Abendspaziergang führt uns am Landwehrkanal entlang, über die Oberbaumbrücke, die East-Side Gallery, bis zum Ostbahnhof. Rosmarie hat ihre ersten Blasen an den Füßen, welch guter Anfang! Am Prenzlauer Berg ergattern wir mit Mühe und Not einen Platz in einer recht lauschigen Kneipe. Hier gibt es Wasser gratis und den selbst genommenen Wein bezahlst du nach eigenem Ermessen! Danach freuen wir uns alle auf unser Bett.


Freitag 8.8.2014

Der nächste Tag beginnt ganz gemütlich mit einen Frühstück in einem türkischen Lädchen, die Stühle an der lauten Straße finden wir nicht so einladend. Danach besichtigen wir die Gedenkstätte an der Bernauerstraße und kämpfen mit den Wespen im Mauercafe. Souverän führen uns Toni und Günther durch den Dschungel des öffentlichen Verkehrsnetzes. Am Holocaust-Denkmal beenden wir die Stadtbesichtigung, holen unser Gepäck aus dem Hotel und fahren mit Katrin zum Hauptbahnhof. Nun beginnt die Fahrt nach Polen! Und sie beginnt recht verzögert! Weil sich eine Tür im letzten Waggon nicht schließen lässt, wird er abgekoppelt. Wir verlieren Zeit und ein Drittel unserer Kapazität. Ab Posen wird es deshalb richtig kuschelig. Umso mehr erfreut uns der Service der polnischen Bahn in Form von Kaffee und Müsliriegel, unentgeltlich! In Danzig angekommen, etwas müde und aufgeregt, besorgen wir uns Devisen und lassen uns von einem Taxi für 35 Zloty in unser Hotel Dom Muzika, bringen. Für einen Absacker ist es mittlerweile zu spät!


Samstag 9.8.2014

Wir haben gut geschlafen, unser Zimmer war geräumiger und luftiger als Tonis und Günthers „Dachkammer“. Wir haben Aircondition, sie Deckenventilator. Nach dem Frühstück auf der Terrasse des „Himbeergarten“ laufen wir gemeinsam in die Altstadt. Die Anderen kennen den Weg schon, weil sie zu den Nachtmenschen (Katrin) oder Frühaufstehern (Toni und Günther) zählen. Bei strahlendem Sonnenschein sind die ersten Eindrücke von der Uferfront der Motława mit dem Krantor und die schmucken Giebel der Häuser am Langen Markt gigantisch. Wir laufen bis zum Bahnhof, wo wir dank Katrins Sprachkenntnissen Fahrkarten und Straßenbahn an die traumhaften Ostseestrände kriegen. Alles ist sehr voll, Bahn und Strände. Aber der Weg nach Sopot ist mit einer Kaffeeunterbrechung gut zu laufen. Die große Seebrücke kostet Eintritt, das maritime Flair, die luxuriöse Kaffeepause und letztendlich die Heimfahrt mit dem Boot der Weißen Flotte sind toll. Wir sehen die Westerplatte, hier begann am 1.September 1939 der Zweite Weltkrieg, die Festung Weichselmünde und den Danziger Hafen vom Schiff aus. Für 19 Uhr ist das Abendessen im Hotel für die gesamte Reisegruppe angesetzt. Wir lernen Helmut, unseren 6ten Mann kennen, seines Zeichens Lehrer aus dem Schwabenländle. Womit die Pädagogen die 2/3 Mehrheit haben. Die „Nachtmenschen“ und „Frühaufsteher“ gehen nochmal in die Stadt, alle anderen verbleiben im Hotel.


Sonntag 10.8.2014

Beim Frühstück geht es turbulent zu. Schwedisches Militär ist im Haus einquartiert und all die Leutnants und Feldwebels sind hungrig. Um 9.30 Uhr werden wir abgeholt, von Darek unserem Reiseleiter und Marek unserem Busfahrer. Letzterer, ein Zwei-Meter-Mann, ehemaliger Erstliga-Basketballspieler und aktiver Gentleman, begrüßt die Damen nach polnischer Sitte mit Handkuss. Es folgen eine kurze Busfahrt in die Stadt - wir verraten nicht, dass wir uns bereits gut zurechtfinden - und auf der Mottlaubrücke die ersten Erklärungen. Die Reihenfolge der Besichtigungen scheint terminlich schwer zu vereinbaren, bei Darek wird Stress erkennbar. Die Ausstellung im Rechtstädtischen Rathaus ist zu umfangreich, deshalb nur Stichpunkte. Aber der Rote Saal, auch „Ratsherrensaal“, mit seinem prächtigen Deckenrelief muss sein. Demontage und Auslagerung haben diese Kunstschätze vor der Zerstörung bewahrt. Und jeweils zur vollen Stunde begleitet uns das Spiel der 37 Glocken vom Rathausturm bei unserem Gang durch die Gassen. Da heute Sonntag ist, muss für die Besichtigung der großen Marienkirche die Zeit zwischen zwei Gottesdiensten reichen. Sie ist die fünftgrößte Kirche der Welt und birgt zahlreiche Schätze, unter anderem einen spätgotischen Flügelaltar des Meisters Michael von Augsburg. Ein Unikat ist die Astronomische Uhr im Seitenschiff, sie zeigt Stunden, Tage, Monate, Kalenderheilige, Mondphasen, Tierkreiszeichen und biblische Szenen. Jetzt noch schnell in den Artushof, ehemaliger Versammlungsort der Ratsgilde und - dem Namen geschuldet - Ort feuchtfröhlicher Zechgelage. Darek will uns einige Tipps für die kurze Mittagspause geben. Ein Erstaunen zeigt sich auf seinem Gesicht, denn wir haben bereits ein Ziel. In der Frauengasse nebenan, der schönsten Gasse Danzigs gibt es wunderschöne Cafes auf Terrassen, den sog. „Beischlägen“. Danach treffen wir uns an der, mit Dareks Kreuzchen versehenen, Laterne um mit dem Bus nach Oliwa zu fahren. Auf dem Weg liegt die Danziger Lenin-Werft, Ausgangspunkt der Solidarnosc-Bewegung, welche in den Jahren 1980 - 1990 den Weg für ein freies Polen ebnete. Weithin sichtbar das 40 Meter hohe Werftarbeiterdenkmal, über dem Eingang die 21 Forderungen der Gewerkschaft und am Tor einige Blumengebinde. Sie gedenken der Ihren! In der Kathedrale von Oliwa, dem Bischofssitz von Danzig, erwartet uns hinter der schmalen Turmfront ein unerwartetes Raumerlebnis. Hoch, lang, dem Altarraum zustrebend, das wuchtige Chorgestühl und darüber ein Wolkengebilde mit „direktem Himmelszugang“. Bei unserer Ankunft ist die Kirche mäßig gefüllt, Darek kann noch einige Erklärungen geben, dann werden wir zur Ruhe ermahnt. Orgel und Organist zeigen, was sie können, und das ist ein Erlebnis. Danach noch einige Fotos und Worte - aus - viel zu kurz! Am Abend sind wir Gast in einem holländischen Restaurant am Langen Markt, mit vorzüglichem Fischgericht. Wir „beschnuppern“ unseren Reiseleiter und er versucht unsere Erwartungen kennen zu lernen. Ein nächtlicher Rundgang führt über das Goldene Tor, Hohe Tor, Zeughaus, Königliche Kapelle bis zum Kranen. Wegen des dreiwöchigen Dominikanermarktes ist auf den Straßen und Plätzen noch mächtig was los. Für die halbe Truppe ist Schluss, die „Nachtmenschen“ und „Frühaufsteher“ nehmen noch einen Absacker!


Montag 11.8.2014

Heute ist ein früherer Aufbruch geplant, weil wir in den Słowiński-Nationalpark ein gutes Stück zu fahren haben. Probleme mit dem Mikrofon im Bus halten uns mehr als eine halbe Stunde auf. Eine Baustellenumleitung kostet erneut Zeit, der Parkplatz ist überfüllt. Darek rennt um Fahrkarten, lässt uns bei den Elektrowagen schon anstellen - Zeitmanagment. Während der Anfahrt zur Düne platzt auch noch ein Reifen. Was für ein Montag! Wir durchwandern die große Wanderdüne - aber hallo, wir waren schon in Dänemark. Katrin und Günther nehmen ein kühles Ostseebad. Für die Rückfahrt müssen wir lange, sehr lange anstehen. Neben den Urlaubern scheinen auch viele Einheimische da zu sein. Danach Kaffeepause in Łeba. Im Reiseführer ist von einem beschaulichen Fischerort die Rede. Wir finden eine vergnügungssüchtige Besuchermenge im Konsumrausch. Es dauert, bis wir ein passendes Lokal gefunden haben, und wir verlassen es aus Zeitgründen wieder, bevor wir den bestellten Kaffee erhalten. Fast schaffen wir es pünktlich zum Abendessen im Hotel. Heute gibt es Żurek, Polens populärste Suppe, aus fermentiertem Roggenmehl mit Wurst, Speck und einem hartgekochtem Ei. In einem gemütlichen Lokal direkt an der Marienkirche genießen wir Wodka, Wein, Wasser inklusive Livemusik. Morgen reisen wir ab.


Dienstag 12.8.2014

Wir verlassen Danzig gen Osten. Riesige Getreidefelder begleiten uns. Mittendrin überqueren wir die träg fließende Weichsel und einen ihrer Mündungsarme, die Nogat. Unser erster Halt ist in der ehemaligen Hansestadt Elbląg. Vom Deutschen Orden gegründet, war sie einst zweitgrößte Stadt Ostpreußens, aber 1945 durch die Rote Armee völlig zerstört. In moderner Architektur, aber in Anlehnung an die alten Kaufmannshäuser versucht man sie heute sehr geschmackvoll wieder zu erstellen und wieder zu beleben. Noch signalisieren viele Häuser Leerstand oder Kaufoptionen. Man hofft auf den Tourismus. Lediglich 30 Kilometer sind es bis Frombork, der Stadt des Nikolaus Kopernikus. Er war Domherr und Verwalter des Domkapitels und betrieb in einen Turm der Festungsanlage seine Studien der Himmelskörper. Wir besuchen sein Grab im Dom, Helmut erklimmt im Eiltempo den hohen Aussichtsturm, die Stimmung innerhalb der wuchtigen Mauern ist etwas Besonderes. Aber es eilt, wir müssen weiter zum Bootsausflug auf den Oberländerkanal. Auf einer Länge von ca. 130 Kilometer wurden Seen und Flussläufe miteinander verbunden um Lasten, heute Touristen, zu befördern, und für das Binnenland einen Zugang zur Ostsee zu schaffen. Die Steigungen, die sog. Rollberge, überwinden die Schiffe mit einer Lore. die durch eine Gegenlore die Boote über die grüne Wiese bewegt. Derzeit ist wegen Reparaturarbeiten der Kanal gesperrt und die Ausflugsschiffe bedienen nur kurze Teilstücke. Man wartet schon auf uns, sofort legt das Schiff ab. Otto und Günther mit ihren Kameras dürfen ganz vorne am Bug sitzen. Die beiden sind während der Fahrt isoliert, aber die lustige und gut deutschsprechende Kapitana versorgt sie durch das Kajütenfenster mit Krakauer und Bier. Noch eine gute Wegstrecke, auf engen kurvenreichen Straßen, vorbei an malerischen Seen und durch dunkle Kiefernwälder, und wir erreichen unser Hotel, das Mazurski Dworek. Nach einem ruhigen Abendessen wollen wir an den See, der Weg ist uns leider versperrt und die Uferstraße nicht so schön, deshalb Gute Nacht!


Mittwoch 13.8.2014

Der nicht so schlafbedürftige Teil unserer Gruppe hat gestern neben einem Biber und dem Billardtisch doch den Zugang zum See noch gefunden und beginnt den Tag im kühlen Nass. Wir lassen uns indes vom Frühstücksbuffet verführen. Wer hat der Basilika in Heiligelinde die neue Farbe verpasst? Das alte Gelb und die barocke Fassade waren so „bayrisch“! Das Orgelkonzert ist beeindruckend himmlisch, aber die bewegenden Teile an der Orgel erinnern ein wenig an Jahrmarkt. Da spielen die Engel auf Instrumenten, da drehen sich die Sterne und der Erzengel geht vor Maria auf die Knie. Darek kann die letzten Töne des gemeinsamen „Lobe den Herren“ nicht abwarten, er möchte uns die Darstellungen erklären und die sehenswerte Ausstattung zeigen. Mitten im protestantischen Masuren haben die Jesuiten diese imposante Kirche errichten lassen und sie vermarkten sie gut! In den dichten Wäldern um Gierłoż ließ Hitler das größte seiner Führerhauptquartiere bauen, die „Wolfsschanze“. Bis 1944 standen hier mehr als 100 Gebäude, Versorgungs- und Bunkeranlagen sowie ein Bahnhof, alles unter größter Geheimhaltung und Sicherung. Im Januar 1945 wurden die meisten Bunker gesprengt, dass das Eis auf den umliegenden Seen zerbarst. Die Überreste mussten von 80 000 Minen befreit werden. Wir hatten hier eine informative Führung erwartet. Unser „Führer“ will lediglich sein Buch an den Mann bringen. Aber auch Katrin, die sich probeweise einer anderen Gruppe angeschlossen hatte, kehrt enttäuscht zurück. Schade! Unsere Befürchtungen hinsichtlich der Mückenplage treffen allerdings auch nicht zu - darüber klagen wir nicht! Zu Mittag essen wir masurischen Eintopf, von Darek empfohlen und vorbestellt. Die sternförmige Festung Boyen, Besichtigungspunkt in unserem Programm, passt scheinbar nicht in unser Zeitfenster. Deshalb eine verkehrswidrige Stippvisite per Auto. Dafür haben wir in Giżycko Zeit, die wir nicht recht nutzen können. Beschaulich die Schifferlfahrt. Und damit sie nicht langweilig wird, steigen mitten auf dem See Schiffbrüchige zu. Den Abend lassen wir mit Marek und Dosenbier auf dem Bootssteg am See ausklingen. Ein Ort zum Seele baumeln lassen!


Donnerstag 14.8.2014

Dunkle Wolken zeigen sich am Morgenhimmel, sie machen die masurische Landschaft ein bisschen mystischer. Allmählich wird unser Besichtigungsprogramm dünner und ruhiger. Erst um 9.30 ist Aufbruch ins nahe Mikołajki. Wir hören die Geschichte vom Stint, dem Wappentier des Ortes. Es ist unerwartet ruhig - Segelboote machen keinen Krach. Und die reizende Parkwächterin hat die rädrigen Fahrzeuge sicher im Griff. Darek muss wiederholt feststellen, dass seine Gruppe nichts braucht, auch keinen Alkohol. Unser Reiseveranstalter hatte uns Störche, wildlebende Pferde und Biber angekündigt, mit etwas Glück natürlich. Nun ja, die Störche waren bis auf wenige Ausnahmen weg, Biber sind nachtaktiv und wenn Pferde wild leben, kommen sie nicht an den Zaun. Also fahren wir nach Popielno zur Forschungsstation der Wissenschaftsakademie. Dort leben einige dieser Tiere, auch Brutus, die letzte unfruchtbare Wiesent-Kuh-Züchtung. Wir machen eine kleine Wanderung und Marek besorgt uns Kaffee aus dem Studiosus-Bus. Mittags können wir zu Bigos (Sauerkrauteintopf) und Pierogi (gefüllte Teigtaschen) den Bärenfang, einen Honigschnaps probieren. Über eine kleine Brücke und vorbei an Hunderten von Kanus und Kajaks erreichen wir das Ufer der Krutynia. Die geringe Wassertiefe und ihr ruhiger Lauf sind ideal für solche „Stakenbootfahrten“. Vollkommene Ruhe, keiner spricht mehr, alle beobachten. Im Bus liest Darek noch einige passende Gedichte - ein schönes frühes Heimkommen. Wir sitzen lange am See, man fährt Rad, schwimmt oder geht in die Sauna. Und Katrin kriegt verfrüht heute schon von Marek und Darek ein Geburtstagsgeschenk mit -ständchen!


Freitag 15.8.2014

Aufbruchstimmung - und unser Frühstückstisch ist belegt! Die Gruppe verzieht sich geschlossen auf die Terrasse. Der Weg zum Büffet ist weiter, dafür haben wir Blick auf den See. Die Anreise nach Marienburg verkürzt uns Darek mit einer DVD über die Burganlage der Deutschordensritter. Marienburg, von den Brüdern vom Deutschen Hauses St.Marien so genannt, wurde zur Machtzentrale des Deutschen Ordens, als dieser seinen Hauptsitz aus Venedig hierher verlegte. Bei der notwendigen Vergrößerung fügte man den Hochmeisterpalast, der Sommer- und der geheizte Winterremter hinzu. Glanzvolle Bankette fanden hier statt. Der Baukörper der Schlosskirche ist zwar geschlossen, aber die Schäden im Innern noch nicht restauriert und sie sind erschreckend groß. Barbara, eine Freundin Dareks führt uns und sie macht das Klasse. Allerdings wird die Zeit knapp, Marek, unser Fahrer, muss nach Hause. Schnell gibt es noch ein Süppchen im Burgrestaurant und dann ab nach Danzig. Für das Abendessen an unserem letzten Abend treffen wir uns am Milchkannentor. Gleich nebenan befindet sich in einem historischen Speicherkomplex die Brovarnia, ein Brauhaus. Dort probieren wir zu unserem stylischen Abendessen drei verschiedene Biersorten. Und was nicht immer möglich ist - laut Darek - wir kriegen eine Führung in den engen Räumen der Mikrobrauerei. Helmut hat ein Gedicht geschrieben, wir verabschieden Darek mit dem obligatorischen Briefumschlag, dessen erwarteten Inhalt er bereits offensichtlich vorab in neue Tasche und Schuhe investiert hat. Mit etwas Wehmut ein letztes Mal der Weg ins Dom Muzika, wie oft sind wir ihn gegangen. Die Lunchpakete und ein Taxi werden geordert, morgen müssen wir früh raus!


Samstag 16.8.2014

Katrins Geburtstag! Alle sind pünktlich, der Taxifahrer vorpünktlich, in 10 Minuten sind wir am Bahnhof für diesmal nur 15 Zloty. Wir widmen uns dem Lunchpaket, kein Stress im Zug. Die letzten Zloty verprassen wir im Speisewagen, der Kellner freut sich über das Trinkgeld. In Lichtenberg verlassen wir den Zug und Katrin geht eigene Wege. Wir wünschen ihr eine schöne Geburtstagsfeier. Während Toni und Günther das Auto holen, sitzen wir in einem gemütlichen Cafe bei selbstgemachten Kuchen. Ohne Stau, aber mit Regenschauern geht es nach Weiden, morgen dann nach München. Was hatten wir für ein Glück mit dem Wetter! Hatten wir das nicht schon öfter??

© copyright Rosi Kinateder