Hintergrund

NAMIBIA - farbiges Land
im südwestlichen Afrika

Oktober 2005

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R: Was hältst du davon, nächstes Jahr Urlaub in Namibia zu machen?
O: Namibia? Ist das nicht irgendwo in Afrika? Wie kommst du denn darauf?

Irgendwann lag der Bildband "Traumreise durch Namibia" von Klaus G. Förg plötzlich auf dem Tisch und ich blätterte nur mal so darin. Die Fotos waren beeindruckend. Aber das ist ja immer so bei diesen Hochglanzausgaben! Doch die Bilder faszinierten mich und ich begann die enthaltene Reisebeschreibung zu lesen. Bereits nach wenigen Seiten war mir klar: ja, dieses Land und seine Bewohner möchte ich persönlich kennen lernen!

Akribischer als je zuvor hat Rosmarie wieder Reiseführer studiert und unzählige Reiseberichte im Internet gelesen. Wie immer war unser oberstes Ziel die völlige Unabhängigkeit. Deshalb buchten wir ein geländegängiges Allradfahrzeug mit Dachzelt, mit Zusatztank und kompletter Campingausrüstung, auch wenn wir durchaus planten, häufig die Gastfreundschaft von Farmen, Guesthouses, Lodges und Hotels zu nutzen. Nur eine Reservierung nahmen wir vorab vor: das Camp in Sesriem soll oft überfüllt sein! Prompt war zu unserem Wunschtermin kein Platz mehr frei. Also musste die komplette Route der Verfügbarkeit des Sesriem Camps untergeordnet werden. Erneut verbrachten wir Tage der Planung, bis es dann endlich so weit war:


Montag, 10. Oktober 2005

Wir haben die Reisetaschen gepackt, die Film- und Fotoausrüstung gecheckt, noch einen internationalen Führerschein und die letzten Medikamente besorgt. Mit etwa einer Stunde Verspätung starten wir endlich gegen 22:45 Uhr mit einem Airbus A330 300 der LTU vom Flughafen München nach Windhoek. Wir haben Plätze in der 4erReihe in der Mitte. Zum Glück ist die Maschine nicht voll besetzt und Rosmarie und ich können uns über alle vier Sitze ausbreiten. Für die mehr als neun Stunden Flug durch die Nacht ein nicht zu verachtender Vorteil.


Dienstag, 11. Oktober 2005

Windhoek - Spreetshogte Pass - 249 km
Kurz vor der Landung teilt uns der Pilot mit, dass es in Windhoek bewölkt ist und leicht regnet. Nanu, jetzt soll eigentlich Trockenzeit sein? Um 8 Uhr landen wir. Das erste Mal in unserem Flugleben laufen wir zu Fuß vom Flugzeug auf dem Rollfeld den Weg zum nahen Terminalgebäude. Es dauert lange, bis unser Gepäck endlich kommt. Wir wechseln Geld. Vor allem fürs Tanken werden wir immer Bargeld benötigen, da man in Namibia Benzin grundsätzlich nicht mit Kreditkarte bezahlen kann. Bei Budget warten wir wieder etwa eine Stunde, bis unser Auto endlich gebracht wird. Dann machen wir ein relativ langes Gesicht: "brandneue" 4x4 hatte man uns bei der Buchung versprochen. Der Wagen sieht ja noch ganz ordentlich aus mit seinen 70.000 km. Aber der Campingaufbau auf der Ladefläche des Toyota ist bereits deutlich angerostet. Nun gut, wir sind ja nicht gekommen, um neue Autos zu testen, sondern um Namibia kennen zu lernen! Die komplette Campingausrüstung muss überprüft werden. Etwas genervt zählen wir Messer, Gabeln, Becher, Teller, 2 Weingläser (!), Grillzubehör und vieles mehr. Wir erfahren, wo sich die beiden Ersatzreifen befinden, das umfangreiche und neue (!) Bordwerkzeug, wie man das Dachzelt aufstellt. Die aufladbare Campingleuchte funktioniert nicht. Auch gut, wir haben unsere eigene LED-Leuchte mit. Wir legen Wert darauf, dass wir einen zweiten 25 Liter Wasserkanister bekommen (den wir später niemals brauchen werden). Gegen 12 Uhr Mittag brechen wir endlich auf. Die Sonne brennt inzwischen auf uns herab. Der Linksverkehr bereitet keine Probleme (wir haben allerdings im ganzen Urlaub nicht erfahren, wie die Vorfahrtsregelung ist? Hier links vor rechts?). Die 50 Kilometer bis Windhoek sind über die gut ausgebaute, geteerte Straße schnell bewältigt. Am Straßenrand lungern viele Paviane. Im Gegensatz zu den Zootieren bei uns zu Hause sehen sie allerdings ziemlich übel aus. In der Hauptstadt decken wir uns mit den nötigen Lebensmitteln ein. Ein "Car Guard" passt derweil auf unseren Wagen auf und wird am Ende von uns mit vermutlich fürstlichen 5 N$ (ca. 70 Cent) dafür entlohnt. Wir verlassen jetzt die Stadt in Richtung Südwesten und erreichen bald darauf den Kupferbergpass. Die Teerdecke ist einem Schotterbelag gewichen, der jedoch problemlos zu fahren ist. Den Gamsberg lassen wir rechts liegen und erreichen bald den kleinen Ort Nauchas in den Rantbergen. Hier biegen wir zum Spreetshogte Pass ab, der unser heutiges Etappenziel ist. Vom höchsten Punkt genießen wir die überwältigende erste Aussicht auf die am Horizont im Dunst verschwindende Namib. Bis zu 20% steil ist das Gefälle an manchen Stellen. Die extremen Passagen wurden aber durch Betonpflaster entschärft, so dass die gesamte Strecke ohne Schwierigkeiten zu fahren ist. Gegen 17 Uhr erreichen die Spreetshogte Guest Farm. Ein Zimmer ist frei, neben uns ist nur noch ein Paar aus Südafrika zu Gast. Die Ausstattung ist einfach aber sauber. Die Besitzer, Ester und Hugh sind sehr freundlich und erzählen uns ausführlich über ihre Situation und ihr Land. Zum Abendessen servieren sie Biltong (luftgetrocknetes Fleisch) auf Brot, danach Springbock geschmort mit Beilagen und zum Dessert ein superleckerer Maisgrießauflauf mit Vanillesoße. Wir waren die letzte Nacht im Flugzeug nur zeitweise eingenickt, sind heute 249 km weit gefahren, haben gerade Wein getrunken und fallen deshalb kurz darauf in unseren Betten in einen komaähnlichen Tiefschlaf.


Mittwoch, 12. Oktober 2005

Spreetshogte Pass - Sesriem - 237 km
Rosmarie bittet unsere freundliche Gastgeberin, ob sie das Campinggeschirr in ihrer Küche waschen dürfe. Welch eine Frage! Ester packt sogar selbst kräftig mit an. Danach ist uns weitaus wohler, es hatte teilweise wirklich schlimm ausgesehen. Ich fülle in der Zwischenzeit die Wasserkanister und gebe sicherheitshalber einige Tropfen Micropur dazu, um den Inhalt keimfrei zu machen. Später wird man uns erklären, dass das in weiten Teilen Namibias völlig überflüssig sei. Wir werden freundlich verabschiedet und brechen in Richtung Sesriem auf. Zur Rechten sehen wir die roten Ausläufer der Namib, links begleiten uns die Naukluft Berge. Bereit mittags kommen wir am Sesriem Camp an. Wir zücken unseren Voucher für den reservierten und bereits vorbezahlten Platz und bezahlen das Park Permit. In allen staatlichen Parks und Reservaten ist so eine Gebühr für die Aufenthaltsgenehmigung erforderlich und kostet einheitlich 170 N$ (etwas mehr als 20 Euro) für 2 Personen und das Auto. Die uns zugewiesene Campsite ist sehr groß, in der Mitte steht ein mächtiger Kameldornbaum der hinreichend Schatten spendet. Das ist auch bitter nötig. Es ist sehr heiß. Wir bauen probeweise das Zelt auf. Das geht wirklich super einfach: Reißverschluss der Abdeckung öffnen, die Leiter seitlich ausziehen, sie nach unten kippen - damit stellt sich das Zelt komplett auf, Leiter arretieren, fertig! Wir erkunden das Camp. Der Pool ist schön, aber das Wasser relativ kalt. Danach legen wir uns kurz hin, die Hitze lähmt uns. Gegen 16 Uhr brechen wir ins Sossusvlei auf. Das Vlei wird in Jahren, wenn es während der kurzen Regenzeit extrem stark regnet, vom Tsauchab River mit Wasser gefüllt. Die riesigen Dünen stoppen das Wasser und es versickert langsam im Boden. Die 60 km Fahrt dorthin sind sehr abwechslungsreich. Die Berge und Dünen wechseln laufend ihre Farben in der immer tiefer stehenden Sonne. Die berühmte Düne 45 heißt wohl so, weil sie nach 45 km links der Piste liegt. Wir fahren bis zum PKW Parkplatz. Die letzten 5 km von hier bis zum Sossusvlei kann man nur mit einem Allradfahrzeug bewältigen. Für heute reicht das Programm, wir kehren um, denn wir müssen vor 20 Uhr im Camp zurück sein. Die Gates zum Sossusvlei werden mit Sonnenaufgang geöffnet und -untergang geschlossen. Lediglich den Gästen des Sesriem Camps, der einzigen Übernachtungsmöglichkeit innerhalb des Parks, werden längere Aufenthaltszeiten genehmigt. Das ist auch der Grund, warum wir unbedingt hierher wollten und bereits von zu Hause gebucht hatten. In zappendusterer Nacht bauen wir unser Lager wieder auf, kochen noch eine Suppe, gehen Duschen und verschwinden in unserem Hochbett. Morgen wollen wir den Sonnenaufgang im Vlei erleben.


Donnerstag, 13. Oktober 2005

Sesriem - Tirasberge - 434 km
Wir haben sehr schlecht geschlafen. In der Nacht ist Sturm aufgekommen. Dazu hatten wir Besuch von zwei großen Kudus. Um 5 Uhr klingelt der Wecker. Bei dem Wind kann man doch gar losfahren! Als wir Minuten später bemerken, dass die ersten Fahrzeuge aufbrechen, hält auch uns nichts mehr. Ungewaschen und ohne Frühstück verstauen wir in völliger Dunkelheit alle Utensilien im Fahrzeug und los geht's. Eine lange 4x4 Karawane zieht durch die Nacht. Fast alle halten bei Düne 45, wir streben weiter. Nach etwa 50 km geht die Sonne auf - eine super Idylle! Kurz danach kommen wir am PKW Parkplatz an. Hier sperren wir die vorderen Freilaufnaben des Toyota, schalten den Allradantrieb zu und fahren die letzten 5 km. Der Sturm ist ziemlich heftig. Ein Allrad Shuttle mit Pkw Touristen kehrt wieder um. Zusammen mit einem jungen Paar beschließen wir, den Fußweg ins Dead Vlei zu wagen. Er soll "II km" lang sein. Gottlob sind damit 2 km gemeint. Die Markierungen sind nicht immer leicht zu finden. Der Eindruck ist überwältigend: kein Mensch außer uns ist da. Aus der weißen Kalkkruste des Vlei ragen die dürren Stämme und Äste 500 Jahre alter Kameldornbäume wie mahnende Finger in den blauen Himmel. Beim Rückmarsch kommen uns Scharen von Touristen entgegen. Die Intensität des Sturms nimmt zu. Wir fahren noch ins Sossusvlei und Naravlei, können aber wegen des Sandsturms nichts mehr wahrnehmen. Also kehren wir um. Nach etwa 1 km wissen wir nicht mehr, ob die Richtung stimmt. Wir wenden, fahren unsere Spur zurück und hängen uns nach kurzer Wartezeit an ein vorbeikommendes Allrad Shuttle. Die Piste ist nicht mehr zu erkennen. Als das Fahrzeug vor uns im tiefen Sand stecken bleibt und wir anhalten müssen, kommen wir ebenfalls nicht mehr weg. Mit vereinten Kräften - am Ende fährt der Fahrer des Shuttle unser Auto aus dem tiefen Sand - packen wir's letztendlich. Um 11 Uhr Mittag sind wir geschafft aber zufrieden im Camp zurück. Eigentlich wollten wir hier jetzt im Kiosk frühstücken - wegen Sandsturm geschlossen! In dem Wind können und wollen wir nicht selber Kaffee kochen und draußen essen. Also wird noch schnell geduscht, dann brechen wir mit knurrenden Mägen auf. Wir haben inzwischen knapp 800 km gefahren, die Tankuhr zeigt noch halb voll - kann das stimmen? In Betta wird getankt. "Frühstück" gibt's um 13 Uhr auch hier keins, weil "der Chef schläft"! Der geplante Abstecher zum Schloss Duwisib entfällt, weil wir rechtzeitig in der Koiimasis Camp Site eintreffen möchten, um einen der vier (!) begehrten Luxusplätze zu ergattern. Die Fahrt durch die Tirasberge ist faszinierend. Immer wieder wechseln die Farben. Irgendwann bemerke ich, dass wir anhand der gefahrenen Kilometer schon längst am Ziel sein müssten. Wir stellen fest, dass die Abfahrt mindestens 40 km zurück liegt. Mit immer noch leerem Magen ist Umkehren wahrlich keine Option. Wir suchen eine Alternative. Die Abzweigung zum Namtib Biosphären Reservat ist nur 2 km zurück. Die 12 km lange Zufahrt ist sehr gepflegt, wie auch die gesamte Farm der deutschen Familie Theile. Leider sind alle Bungalows besetzt. Wir gehen auf den traumhaft schönen dazu gehörenden Campingplatz, der etwa 2 km abseits auf einem Hügel liegt. Hier sind wir die einzigen Gäste und haben damit auch den luxuriösen Sanitärbereich für uns alleine. Zum Dinner holt uns der Sohn der Familie ab und bringt uns danach auch wieder zurück. Der Gastgeber erzählt über sein Land. Mit den übrigen Gästen tauschen wir angeregt unsere bisherigen Erlebnisse aus. Die Nacht ist erfrischend kühl und sternenklar.


Freitag, 14. Oktober 2005

Tirasberge - Lüderitz - 273 km
Wir verlassen die Namtib Farm Richtung Süden. Nach etwa 150 km erreichen wir Aus und haben für den Rest der Strecke bis Lüderitz am Atlantik Asphalt unter den Rädern. Bei Garup entdecken wir die hier heimischen Wildpferde. Die letzten 80 km bis Lüderitz fahren wir durch eintönige Wüste. Wir möchten ins Hotel "Sperrgebiet" und folgen der Beschilderung. Wir finden es nicht und gehen kurzerhand ins "Nest". Es liegt wunderschön direkt am Atlantik, wenngleich die Zufahrt durch ein verkommenes Gebiet mit Industrieruinen führt. Eine Fischfabrik hat hier vor Jahren ihren Betrieb eingestellt. Im Hotel steht ein Schild "Atlantik 10° - Pool 18°" - beides weit außerhalb meiner Akzeptanzgrenzen. Wir wollen den Ort zu Fuß erkunden. Ein Parkwächter unseres Hotels geleitet uns in die Stadt und will uns auch wieder abholen. Viele Häuser haben kräftige Farben. Ansonsten gibt der Ort nicht viel her. Wir besorgen Bargeld am Geldautomaten, gehen Einkaufen und holen gleich zwei Tickets für die Führung durch die Geisterstadt Kolmanskop am nächsten Tag. Mit dem Auto fahren wir zum Achat-Strand. Der Strandspaziergang ist nur kurz. Es ist windig und sehr kühl, obwohl die Sonne am wolkenlosen Himmel steht. Nebenan beginnt gleich das Diamantensperrgebiet.


Samstag, 15. Oktober 2005

Lüderitz - Fish River Canyon - 413 km
Heute Morgen holen wir gleich noch mal Bargeld. Diesmal mit Reiseschecks. Die Prozedur ist ja vielleicht aufwändig! Zig Formulare müssen unterschrieben werden. Und dann kassiert die Bank auch noch 5% Gebühren! Pünktlich um 9 Uhr treffen wir in Kolmanskop für die eine halbe Stunde später beginnende Führung ein. Sie ist interessant und veranschaulicht die luxuriösen Lebensumstände, die hier für eine kurze Zeit zwischen 1910 und 1930 in der unwirklichen und lebensbedrohlichen Umgebung geherrscht haben mussten. 1908 fand Peter Zacharias Lewala, ein Hilfsarbeiter des Deutschen Reichsbahn Obermeisters August Stauch, den ersten Diamanten. Daraufhin ließ der 20.000 Hektar Wüste in 70 Claims parzellieren und zum Sperrgebiet erklären. Zunächst wurde einfach per Hand aufgelesen. Über Lüderitz mit seinem Hafen brachte man in die Diamantenstadt, was damals an Luxus denkbar war: Badewannen, Kühlaggregate, Sportgeräte, Toiletten mit Wasserspülung, sogar Afrikas erstes Röntgengerät für das inzwischen errichtete Krankenhaus. Ein Schwimmbad, ein Elektrizitätswerk und eine Meerwasserentsalzungsanlage folgten. Bereits kurz nach Beginn des 1. Weltkriegs im Juli 1915 musste die kleine deutsche Schutztruppe gegen die südafrikanische Übermacht kapitulieren. Die Minenbesitzer kamen jetzt aus Johannesburg, die 300 deutschen Siedler aber durften weiter machen. Schon 1931 aber galt Kolmanskop als ausgebeutet. Immer mehr Gebäude wurden aufgegeben. Seit 1956 lebt niemand mehr hier. Nach der Führung stromern wir noch alleine durch die größtenteils dem Verfall preisgegebenen Häuser, in die der Sand unerbittlich Einzug hält. Wir werden bei einzelnen Gebäuden davor gewarnt, die oberen Stockwerke zu betreten. Mittags brechen wir für die weite Strecke zum 400 km entfernt gelegenen Fish River Canyon auf. In Aus wird wieder getankt. Nach 60 Litern beginnt der Tankwart sich zu wundern, wie viel Benzin da rein passt. Irgendwann kommt er selbst auf die Idee "oh, a double tank". Für die gesamte Strecke benötigen wir 5 Stunden und erreichen Hobas Camp am Eingang des Fish River Canon Parks gegen 17 Uhr. Die Campsites sind großzügig bemessen und bieten durch die hohen ausladenden Bäume ausreichend Schatten zum Schutz gegen die Hitze. Der Pool inmitten einer kleinen Rasenfläche ist wenig einladend, der Sanitärbereich in einem katastrophalen Zustand. Wir sitzen heute Abend lange draußen und quatschen im Licht der Laterne über unserem Grill, begleitet vom Tuckern des Dieselgenerators, was aber gegen 22 Uhr aufhört. Ein nächstes Mal würden wir am Canyon Roadhouse übernachten, 12 km vor Hobas, in der Hoffnung, dort ein angenehmeres Quartier vorzufinden.


Sonntag, 16. Oktober

Fish River Canon - Mariental - 442 km
Um 5 Uhr Früh beginnt der Dieselgenerator erneut seine Arbeit. Eine Stunde später ist es mit der Nachtruhe definitiv vorbei. Wir frühstücken, bezahlen Camp (immerhin 170 N$!) und separat das Park Permit und fahren zum Main Viewpoint an der Hell's Bend des Canyon, der nach dem Grand Canyon in Arizona als der zweitgrößte der Welt gilt. Die Piste ist in schlechtem Zustand. Wir quälen uns über die Hochebene und fragen uns, wo denn hier nun ein bis zu 549 m tiefer und bis zu 27 km breiter Canyon sein soll. Am nördlichen Hauptaussichtspunkt angekommen staunen wir allerdings nicht schlecht: vor uns tut sich tatsächlich ein gigantischer Graben auf! 1 km weiter westlich liegt am Hikers Point der Startpunkt einer 4 Tage dauernden Wanderung, die gesondert angemeldet werden muss. Wir haben nicht so viel Zeit und fahren 8 km in Schritttempo bis zum Palm Springs View Point. Die Geröllpiste ist hier nur noch mit einem Geländewagen befahrbar. Von oben kann man leider die heißen Schwefelquellen unten im Canyon nicht erkennen. Aus Sorge um unsere Reifen machen wir kehrt. In der brütenden Hitze - es hat über 40° - möchte ich wirklich keinen Reifen wechseln. Mittags sind wir am Camp zurück und fahren gleich weiter Richtung Keetmanshoop. Dabei kommen wir an eine Furt, in der tatsächlich Wasser steht. Rosmarie muss mit der Kamera aussteigen, um zu filmen. Ich wende und fahre noch zweimal durch die Pfützen. Gegen 14 Uhr ist Keetmanshoop erreicht. Wir steuern die weniger touristische Garas Quivertree Park Campsite an. Die Köcherbäume hier sollen im Licht der untergehenden Sonne stimmungsvolle Fotos ermöglichen. Der Platz gefällt mir überhaupt nicht. Kein Schatten auf dem ganzen Gelände. Es ist brütend heiß. Wir beschließen weiter zu fahren. Der Inhaber möchte jetzt allen Ernstes Geld für das Befahren des Campgrounds, was ich freundlich aber bestimmt ablehne. In der näheren Umgebung gibt es keine alternativen Übernachtungsplätze. Also wird es nichts mit dem stimmungsvollen Sonnenuntergang zwischen Quivertrees. Da für morgen die weitaus größte Tagestour der gesamten Reise ansteht und es noch früher Nachmittag ist, wollen wir heute schon Strecke machen. Es beginnt zu regnen, bei Gibeon geht ein Wolkenbruch auf uns hernieder. Wir erreichen Mariental um 17 Uhr, tanken und finden nahe der Hauptstraße eine kleine Anlage, wo aparte Villen zum Alleinbewohnen ohne Verpflegung vermietet werden. Für 160 N$ pro Person (= 20 Euro) sehr günstig und mit gutem Komfort. Wir haben sogar deutsches Fernsehen!


Monntag, 17. Oktober

Mariental - Okahandja - 352 km
Nach einer entspannten Nacht wachen wir gegen 7 Uhr auf. Unser Frühstück müssen wir selber machen - in der großzügigen Küche wirklich kein Aufwand. Als wir gegen 9 Uhr aufbrechen beginnt es wieder leicht zu regnen. Auf der geteerten B1 stellt das kein Problem dar und nach weniger als 2 Stunden erreichen wir Rehoboth, wo wir im gut sortierten Spar Supermarkt einkaufen. Eigentlich wollten wir nur frisches Obst besorgen. Wie so oft werden es 2 volle Einkaufskörbe! Wir haben nur noch 70 km bis Windhoek. Südlich der Stadt liegt der Heldenacker, ein Nationalmonument zum Gedenken an alle gefallenen Namibier. Bei der Ankunft beginnt es wieder leicht zu regnen. Wir bezahlen 30 N$ Eintritt. Als wir zur Anhöhe losmarschieren setzt ein kräftiger Regenschauer ein. Völlig durchnässt finden wir unter einem Pavillon Unterschlupf, wo ein einsamer Soldat Wache steht. Mit Nachlassen des Regens gehen wir zurück und bereits beim Wegfahren kommt die Sonne wieder raus. Wir lassen Windhoek rechts liegen und steuern dem 75 km nördlich gelegenen Okahandja zu. Der Ort gilt als Blumenstadt, auf uns macht er den Eindruck eines Hochsicherheitstrakts. Villa Nina, wo wir heute übernachten, ist wie viele andere Häuser hier von hohen Mauern umgeben, oben zusätzlich mit einem Elektrozaun abgesichert. Wir werden sehr freundlich empfangen, gleichzeitig aber vor der hohen Kriminalitätsrate gewarnt. Ohne Wertsachen machen wir uns zu Fuß auf den Weg. Der Schnitzer-Markt ist nicht wirklich unsere Welt, die Händler sind zu aufdringlich. Den Friedhof mit den Herero-Gräbern bleibt uns wegen riesiger Wasserpfützen versperrt. So gehen wir zu den Häuptlingsgräbern von Jonker Afrikaner, Hosea Kutako und Clemens Kapuuo und erkunden nebenan den Friedhof, auf dem gefallene Soldaten der deutschen Schutztruppe liegen. Rosmarie entdeckt Grabsteine von Toten aus unserer ursprünglichen Heimat Passau. Auf dem Rückweg genehmigen wir uns Kaffee und Kuchen (Rosmarie) bzw. Sandwich und Bier (ich) im netten Cafe Dekker an der Straße. Für den kleinen Hunger zwischendurch besorgen wir uns ein wenig Biltong - luftgetrocknetes und in dünne Streifen geschnittenes Fleisch. In unserem Guesthouse ist Relaxen angesagt. Rosmarie geht schwimmen, mir sind 22° Wassertemperatur einfach zu kalt. Zusammen mit einem netten Ehepaar aus Düsseldorf, das insgesamt 6 Wochen in Namibia Urlaub macht, nehmen wir das Abendessen ein und verbringen einen gemütlichen Abend.


Dienstag, 18. Oktober 2005

Okahandja - Waterberg - 219 km
Wir besorgen mal wieder Bargeld per Reiseschecks. Der Aufwand ist ähnlich groß wie in Lüderitz. Allerdings nimmt man uns hier mit rund 2,5% nur die Hälfte an Gebühren ab. Wir fahren weiter auf der geteerten B1 in Richtung Otjiwarongo und verlassen sie 28 km vor dem Ort, weil wir hier zum Waterberg abbiegen. Eine einsame Schildkröte kommt uns auf der Straße entgegen. Wir wussten gar nicht, dass es diese Spezies hier gibt. Wir bringen sie behutsam weg von der Piste ins Gras, in der Hoffnung, dass sie dort weniger Feinde vorfindet. Der Waterberg erlangte traurige Berühmtheit durch die Entscheidungsschlacht zwischen den Deutschen und den einheimischen Herero am 11. August 1904. Die Herero wurden geschlagen, Von Trotha erließ einen Vernichtungsbefehl, dem mehr als 10.000 Herero zum Opfer fielen. Gegen 14 Uhr erreichen wir das Camp Bernabè de la Bat am südwestlichen Fuß des Plateaus. Es gibt nur wenig Schatten. Zum Glück sind wir so früh hier und finden einen angenehmen Platz. Der Sanitärbereich ist sauber und gepflegt. Wir ruhen uns aus und sehen belustigt den neu Ankommenden zu, wie sie versuchen, akzeptable Ecken zu finden. Die meisten drängeln sich auf der kleinen Rasenfläche zwischen den Kameldornbäumen, ohne dort Schatten zu finden. Wir haben genug zugesehen und wandern zu einem weiteren kleinen Friedhof gefallener deutscher Soldaten hier auf dem Gelände. Danach machen wir uns auf den recht beschwerlichen Anstieg hoch zum Plateau. Die 40 Minuten Kletterei werden durch einen grandiosen Ausblick auf die Ebene belohnt. Unterwegs entdecken wir einige Klippschliefer, das sind Murmeltierähnliche Geschöpfe, die keine Angst vor uns zeigen. Beim Abstieg erwischen wir irgendwie eine andere Route und kommen etwas abseits unseres Autos zurück. Nach dem Abendessen sitzen wir noch kurz Draußen, erzählen und legen uns dann schlafen.


Mittwoch, 19. Oktober 2005

Waterberg - Etosha - 330 km
Die Nacht war nicht besonders ruhig gewesen, da sich das Camp selbst bei Dunkelheit noch weiter gefüllt hatte. Auch sonst gab es Lärm. Der erklärt sich, als Rosmarie von ihrem morgendlichen Bad im Pool zurückkommt: Paviane haben in den Mülltonnen nach Fressbarem gesucht und sie dabei umgeworfen. Vor der Abfahrt kaufen wir im kleinen Supermarkt des Camps Bier, Biltong und Feuerholz. Wir fahren ostwärts am Waterberg entlang über die D2512. Sie ist überwiegend in gutem Zustand, allerdings sehr einsam. Zwei Eselgespanne sind alles, was uns auf den nächsten 100 km begegnet. Touristen Fehlanzeige. An einem der zahlreichen Farm-Tore, das ausnahmsweise mal geschlossen ist, eilen im Laufschritt zwei dunkelhäutige Kinder herbei, um es dienstbeflissen zu öffnen. Wie Prinzen freuen sie sich über die 50 Cent Wegezoll. Unser erstes Ziel heute ist der Hoba Meteorit, der 1920 entdeckt wurde. Wieder einmal ist die Beschilderung nicht optimal. Wir fragen einen entgegenkommenden Pkw Fahrer, wie weit es wohl noch ist und der erklärt uns, er sei selbst auf dem Weg dorthin! Also wenden wir und finden schließlich den Eisenbrocken aus dem All. Er ist ein nationales Monument und wir bezahlen pro Person 10 N$ Eintritt. Dann liegt er vor uns - 3 Meter lang und 55 Tonnen schwer. Na ja, es ist bestimmt erstaunlich, wieso er beim Eintritt in die Erdatmosphäre vor 60.000 Jahren nicht verglüht und hier gelandet ist. Aber wirklich beeindruckend ist die Szenerie trotzdem nicht. Bis Tsumeb sind es noch 70 km. Wir kaufen Getränke, Brot und Grillfleisch. Danach halten wir am Lake Otjikoto. Er ist eigentlich eine Option für die nächste Übernachtung. Das Gelände finden wir übersät mit Souvenirs, für einen Blick auf den See müssten wir 12 N$ pro Person Eintritt bezahlen. Wir empfinden das alles als Touristennepp und ziehen weiter. Um 15.30 Uhr treffen wir in der Sachsenheim Guest Farm ein. Sie liegt bereits nördlich der Zufahrt zum Etosha National Park bei Namutomi, wo wir morgen hin wollen. Einige Bungalows der Farm sind sehr attraktiv, andere das völlige Gegenteil. Auf dem ganzen Gelände, das voller Blumenschmuck ist, laufen Enten und Gänse herum und hinterlassen ihre Spuren. Der Pool ist abgedeckt und kann nicht benutzt werden. Wir nehmen eine Campsite, um von vornherein das Dilemma zu vermeiden, einen unattraktiven Bungalow ablehnen zu müssen. Gewitterwolken ziehen auf. Einige Regentropfen fallen. Trotzdem fangen wir danach zu grillen an und haben Glück. Wir können im Trockenen essen. Ich lade die Kamera-Akkus an einer Steckdose gleich neben unserem Auto. Die Gewitterwolken verziehen sich und wir erleben einen Bilderbuch-Sonnenuntergang.


Donnerstag, 20. Oktober 2005

Etosha - Outjo - 289 km
Wir stehen früh auf. Schließlich ist heute Tierbeobachtung angesagt. Um 8.15 Uhr werden wir am Von Lindequist Gate am Parkeingang registriert. Wir erhalten einen Zettel mit Hinweisen, wie wir uns in dem über 22.000 km² großen Gelände zu verhalten haben: Aussteigen aus dem Fahrzeug, ja selbst das Öffnen der Fenster ist verboten. Auf dem Weg liegt ein ausgeweideter Giraffenkadaver. Ich denke, er soll dazu dienen, die Ernsthaftigkeit dieser Vorschriften zu unterstreichen. Im Gestrüpp kleiner Kameldornbäume entdecken wir Dikdiks und Springböcke. Gleich darauf erreichen wir Namutomi. Hier bezahlen wir in dem gesicherten Gelände des alten deutschen Forts unser Park Permit und gehen zum nahe gelegenen Aussichtspunkt am Wasserloch. Springböcke, Kudus und Oryx trinken friedlich. Am Kalkheuwel Wasserloch hoffen wir weitere Tiere zu sehen. Auf der Fahrt dorthin halten wir immer wieder an, um die vorbeiziehenden Wild zu beobachten und zu filmen. Kalkheuwel liefert uns eine große Zebraherde vor die Linsen. Weiter geht's über Okerfontain, wo auf freier Strecke zwei große Elefanten den Weg kreuzen. Wir folgen ihnen bis zum Springbockfontain Wasserloch. Am Goas Wasserloch badet eine große Elefantenherde. Die übrigen Tiere halten respektvoll Abstand. Wir wählen den Rhinodrive nach Halali. Auf dieser Passage ist vergleichsweise wenig los. Es ist erst 14 Uhr als wir im Rastort Halali eintreffen. Eigentlich hatten wir geplant hier zu übernachten. Zum Einen gefällt uns das Camp nicht, zum Anderen möchten wir die Zeit nutzen. Also fahren wir nach einer kurzen Rast weiter. Es ist jetzt fast unerträglich heiß. Wir bewegen uns auf dem Hauptweg zum südwestlichen Tor bei Okaukuejo. In der nachmittäglichen Glut haben sich die meisten Tiere verkrochen. Wir bemerken einige Autos, die am Rand der Piste angehalten haben. Die Insassen haben ein Rudel Löwen entdeckt, das auf dem Weg zu einem Wasserloch ist. Wir folgen den Raubkatzen mit Respekt und können sie in Ruhe beobachten. Es ist kurz vor 17 Uhr. Wir haben so viele Tiere gesehen. Das bewegt uns dazu, den Park heute schon zu verlassen. Am Andersson Gate wird unsere Abfahrt registriert. Wir steuern auf der Strecke nach Outjo zunächst die Etosha Gateway Lodge an. Sie gefällt uns nicht besonders. Auf der Vreugde Guest Farm bei Danie und Elsie Brand finden wir eine wunderschöne Unterkunft. Wir beziehen einen grasgedeckten Bungalow mit einem luxuriösen Bad. Das Farmgelände ist bestens gepflegt. Danie, Elsie und zwei weitere namibische Gäste nehmen uns sehr freundlich auf. Das gemeinsame Dinner ist das Beste, das wir auf der ganzen Reise genossen haben. Bis lang in die Nacht sitzen wir beisammen und erzählen.


Freitag, 21. Oktober 2005

Outjo - Aba Huab - 326 km
Nach dem gemütlichen Frühstück bei Danie und Elsie brechen wir später als sonst auf. Im OK Markt in Outjo frischen wir unsere Lebensmittelvorräte auf. Die Auswahl an Grillfleisch, Gemüse und Obst ist nicht besonders groß. Von hier geht's westwärts. Kurz hinter dem Ort verlassen wir die Teerstraße und haben noch etwa 85 Kilometer Schotterpiste vor uns. Wir queren das trockene Bett des Ugab River und halten an einem riesigen Ana Baum. Bald erreichen wir das imposante Tal der Ugab-Terrassen. Eindrucksvoll streckt sich die Vingerklip 35 m hoch in den Himmel. In der gleichnamigen Lodge nehmen wir einen Marula-Frucht Drink und genießen die Aussicht. Es ist mal wieder rund 40° heiß. Nach weiteren 90 km staubiger Piste bezahlen wir 45 N$ Eintritt in den versteinerten Wald. Wir laufen ohne Guide über das Gelände, fotografieren die 280 Millionen Jahre alten fossilen Baumstämme. Die gesamte Anlage beeindruckt uns nicht besonders, was vielleicht auch auf die extreme Hitze zurückzuführen ist. Zum Aba Huab Wilderness Camp ist es nicht mehr weit. Die Campsites liegen am trockenen Flussbett des Huab River. Wir treffen bei starkem Wind gegen 17 Uhr ein. Die besten Plätze sind bereits belegt. Wo ist der am meisten windgeschützte? Nach diversen Korrekturen - wir kommen uns darüber gar in die Haare - hat das Rangieren endlich ein Ende. Das Camp ist ohne den üblichen Komfort, aber sehr urig. Die Sanitärzellen haben Schilfwände, kein Dach. Anstelle einer Tür wird ein Stock vor den Eingang gestellt, der signalisiert, dass hier besetzt ist. Morgens und abends heizen fleißige Geister die Badeöfen, die wohlig warmes Wasser erzeugen. Leider gibt es keine gemauerten Grills, sondern nur Betonplatten zum Feuermachen. Wegen des heftigen Windes trauen wir uns heute nicht, hier zu grillen. Wir kochen Suppe auf dem Gaskocher mit Würstchen und Brot.


Samstag, 22. Oktober 2005

Aba Huab - Brandberg - 179 km
Die Wilderness Camper scheinen Frühaufsteher zu sein. Schon um 7 Uhr herrscht reges Treiben. Wir brechen um 8 Uhr auf und sind eine Viertelstunde später in Twyfelfontain. Die Führung durch das Gelände mit den in die Felsen gemeißelten Tierabbildungen dauert etwa 1 Stunde und ist durchaus sehenswert. Nichts Spektakuläres erwartend fahren wir zum nur 10 km entfernten Verbrannten Berg weiter und werden nicht enttäuscht. Er soll ja auch nur in der tief stehenden Abendsonne verbrannt glühen. Die Orgelpfeifen an der Strecke veranlassen uns allerdings nicht einmal zum Aussteigen. Wir verlassen das Damaraland südöstlich. Die Piste ist teilweise in üblem Zustand. Trotzdem wähle ich nicht die C35, sondern eine Nebenstrecke - die D2319 - näher am Brandberg. Irgendwann wird sie gar einspurig und ist nur noch per 4x4 zu bewältigen. Bei der Durchfahrt durch den trockenen Ugab bleiben wir im tiefen Sand stecken. Aussteigen - die Freilaufnaben an den Vorderrädern blockieren - Geländeuntersetzung einlegen - Mitteldifferential sperren, dann geht es problemlos weiter. Trotz, oder vielleicht gerade wegen der wilden Strecke ist es hier wunderschön. Die Landschaft ist abwechslungsreich, mal sandig, mal felsig. Die letzten Kilometer zum Brandberg fahren wir wieder auf der C35 und kommen um 13.30 Uhr am Office an, von wo geführte Wanderungen starten. Bereits die Kürzeste dauert 1,5 Stunden. Das stehen wir in der Mittagshitze nicht durch! Wir fahren zum Ugab Wilderness Camp. In der Brandberg White Lady Lodge bezahlen wir das Permit. Unter einem großen Ana Baum finden wir einen schattigen Ruheplatz. Dieses Camp wird wie Aba Huab von "Nacobta" verwaltet. Namibia Community Based Tourism Association ist eine gemeinnützige Mitglieder-Organisation, die den ländlichen Tourismus fördert. Örtlichen Betrieben in kleinen Gemeinden werden so Möglichkeiten eröffnet, am Geschäft mit Reise und Tourismus im Land teilzuhaben. Der Sanitärbereich ist wieder ohne Türen und Dach, aber hier viel sauberer und gepflegter aus Ziegeln gemauert. Wir ruhen und gehen danach im Pool der Lodge schwimmen. Am Abend gibt es gegrillte Spareribbs und Pilze.


Sonntag, 23. Oktober 2005

Brandberg - Swakopmund - 354 km
Früh am Morgen, kurz nach 8 - vor der Tageshitze, sind wir am Office um den 1 ½ stündigen "White Lady Trail" zu den Felsmalereinen zu marschieren. Das Büro ist zu. Drei Guides lungern herum und erzählen uns, wir könnten loslaufen und bei der Rückkehr bezahlen. Keiner hat offensichtlich Lust, uns zu begleiten. Alleine lassen wir uns auf die lange Tour im unbekannten Gelände nicht ein und fahren ab. Ich bin seit 2 Tagen nicht rasiert, weil es in den Luxusduschen der letzten beiden Camps doch keine Spiegel gab. Rosmarie findet, ich sehe unmöglich aus! Also halte ich im Schatten eines Baums am Straßenrand und hole diesen Teil der Morgentoilette unter Zuhilfenahme des Außenspiegels unseres Autos nach. Dann können wir weiter ziehen. In Uis wird getankt, exakt 111 Liter passen diesmal rein. Danach beginnt eine über 100 km lange Fahrt durch die Skeleton Wüste nach Hentiesbaai am Atlantik. Die Piste ist größtenteils in einem hervorragenden Zustand und lässt Geschwindigkeiten um 100 km/h bequem zu. Anfangs begleiten uns noch einige Hügel und Berge. Wir passieren unzählige trockene Riviers. Bald aber ist die Sandwüste um uns herum topfeben. Wir kommen gut voran. Mitten in der Öde ist ein Camp von Straßenbauarbeitern, die sogar heute am Sonntag arbeiten. Auch Frauen entdecken wir unter ihnen. Nördlich von Hentiesbaai erreichen wir den Atlantik und fahren zunächst auf einer hervorragenden Salzpiste Richtung Norden nach Cape Cross. Die Oberfläche der Straße sieht aus wie Teer. Wir nehmen an, dass die schwarze Farbe Abrieb von den Reifen ist. Über uns hat sich eine lückenlose Wolkendecke gebreitet. Die Temperatur ist dramatisch gesunken, es hat 15°! Am Gate zu Cape Cross bezahlen wir 90 N$ Eintritt und fahren auf holpriger Strecke zum Parkplatz. Es stinkt fürchterlich: bis zu 100.000 Robben leben in dieser Seelöwenkolonie. Im Oktober hat die Paarungszeit begonnen. Nur dann halten sich auch Bullen hier auf. Sie werden bis zu 350 kg schwer, während die Kühe etwa 75 kg wiegen. Wir finden eine ganze Menge schwerer Brocken aber auch unzählige hübsche Jungtiere. Die meisten schlafen oder dösen. Doch immer wieder gibt es lautstarke Kämpfe zwischen einigen. Auf dem Weg zurück über Hen-tiesbaai nach Swakopmund begegnen uns viele Angler, die ihre langen Angelruten wie überdimensionale Funkantennen an ihren Fahrzeugen befestigt haben. Die Beach Lodge in Swakopmund hat noch ein freies Zimmer für uns. Es handelt sich dabei um ein Apartment mit 2 großzügigen Schlafzimmern, gepflegtem Bad, Kitchenette und einem überwältigenden Blick auf den Atlantik. Hier werden wir die nächsten beiden Tage bleiben.


Montag, 24. Oktober 2005

Swakopmund - Walvis Bay - 130 km
Das Frühstück ist ausgezeichnet. Besonders die reiche Auswahl an Cerealien, Joghurt und frischen Obst beeindrucken. Ein freundliches Paar aus der Schweiz borgt mir einen Adapterstecker, damit ich diverse Foto-Akkus am Zimmer aufladen kann. Fleißige Boys haben unser Auto frisch gewaschen. Zum Dank erhalten sie ein kleines Trinkgeld. Wir fahren ins Zentrum und bummeln von hier zu Fuß durch die Stadt. Wir möchten gerne eine Flugsafari unternehmen. Bereits von zu Hause hatten wir uns bei "Pleasure & Flight" für einen Ganztagestrip ins Ovahimbaland erkundigt. Knapp 11.000 N$ (1.400 Euro) waren uns aber doch zu teuer. So fragen wir im Büro des Veranstalters nach Alternativen. Man kann uns im Augenblick nichts anbieten und verspricht uns, im Laufe des Tages zurückzurufen. Wenige Schritte weiter, bei "Scenic Air" haben wir mehr Glück. Auch hier würde eine Ovahimba Tour unsere Reisekasse sprengen. Aber kurze Rundflüge sind verfüg- und bezahlbar. Wir buchen einen 2½stündigen Luft-Trip für den heutigen Nachmittag. Man wird uns um 15 Uhr in unserer Lodge abholen. Bis dahin wollen wir die Zeit noch intensiv nutzen. Nach Walvis Bay sind es nur 32 km. Der Ort ist der einzige Tiefseehafen Namibias und wurde wegen seiner Bedeutung zusammen mit den vorgelagerten Inseln erst 1994 von Südafrika an Namibia übergeben. Seinen Namen hat er daher, weil die riesige Bucht bis in letzte Jahrhundert Walen Schutz bot. Die Lagune der gepflegten kleinen Hafenstadt beherbergt riesige Vogelschwärme, insbesondere Pelikane und Flamingos. Eine schmale Piste führt uns kilometerweit durch die seichte Wasserebene bis zum Atlantik. Daneben wird in großen Verdunstungsbecken aus dem Meerwasser Salz gewonnen. Die Fahrt auf dem Damm entlang der riesigen Salzfelder, die durch im Wasser enthaltene Bakterien verschiedene Rottöne aufweisen, ist beeindruckend. Wir kehren nach Swakopmund zurück, um auch hier noch ein wenig von der Stadt zu sehen. Sie ist ein deutliches Zeichen deutscher Kolonialgeschichte im damaligen Südwestafrika. Deutsch soweit das Auge reicht: Namen und Aufschriften auf den Häusern, Straßennamen, sogar eine deutsche Zeitung! Selbst in den Geschäften wird überwiegend deutsch gesprochen. Im Brauhaus nehmen wir einen kleinen Imbiss. Die Bedienung redet uns in akzentfreiem Germanisch an. Auf Nachfrage erklärt sie uns, dass sie aus Hamburg kommt und erst seit einigen Wochen in Namibia lebt. Jetzt müssen wir aber schleunigst ins die Lodge zurück. Schließlich werden wir gleich dort abgeholt und zum Flughafen gebracht, von wo wir mit kleinen 6sitzigen Maschinen unseren Rundflug starten werden. Alles klappt reibungslos, mit dröhnendem Motor heben wir zusammen mit französischen Touristen ab. Leider ist es sehr diesig. Die Sandwüste unter uns liegt hinter einem dichten Schleier. Dazu ein Lärm im Flugzeug, der jede Unterhaltung unmöglich macht. Heftige Windböen schaukeln uns kräftig. Nicht zuletzt ist fast unerträglich heiß an Bord. Eine Dame im Heck muss sich übergeben. Irgendwie haben wir uns das anders vorgestellt. Als wir uns nach einer halben Stunde dem Kuiseb Fluss und Canyon nähern, wird die Luft klarer und unsere Stimmung hebt sich schlagartig. Die Fotoapparate klicken unaufhörlich, die Videokamera schnurrt pausenlos. Das Highlight ist das Überfliegen der Sossusvlei Region. Jetzt bekommen wir eine Vorstellung über die Dimension der Wassermassen, die hier neben dem Wind die Wüstenlandschaft mitgeprägt haben. Die teilweise über 300 m hohen Dünen wirken von oben flach und klein. Danach beginnt eine lange Strecke mit wenigen Attraktionen. Der Flug über die aufgegebenen Diamantencamps Charlottenfelde, Hosatia und Conception geht zu schnell, als dass wir einen echten Eindruck bekommen könnten. Auch die beiden Schiffswracks Eduard Bohlen und Shaunee fliegen rasch vorbei. Sie waren auf Sandbänke aufgelaufen und zerfallen inzwischen weit hinter der Küstenlinie. Zuletzt freuen wir uns an den Farbspielen von Sandwich Harbour und den bereits erwähnten rötlichen Salzfeldern in der Lagune von Walvis Bay. Kurz danach landen wir mit dröhnenden Ohren und durchgeschwitzt, aber wohlbehalten und zufrieden und werden zur Beach Lodge in Swakopmund zurückgebracht.


Dienstag, 25. Oktober 2005

Swakopmund - Blutkuppe - 191 km
Wir schlafen heute unwesentlich länger bis 7 Uhr. Prompt sind wir beim Frühstück um 8.15 Uhr tatsächlich die letzten Gäste. Man steht hier früh auf! Das Auto ist schon wieder frisch gewaschen. Vermutlich war das Trinkgeld gestern zu viel gewesen. Wir bummeln noch einmal durch die Stadt und besorgen Grillfleisch und Trinkwasser. Auf einem Souvenirstand werden wir nicht fündig, dafür aber in einem der zahlreichen Geschäfte. Bereits gestern hatten wir das Permit für unsere heutige Fahrt über den Welwitschia Drive durch das Namib Naukluft Gebirge zur Blutkuppe besorgt, die wir gegen 11 Uhr starten. Die Wüste ist zunächst flach bis leicht wellig und mit grünem Flaum überzogen. Das sind Flechten, die mit 20 mm Niederschlag im Jahr auskommen. Viele Jahre regnet es gar nicht. Der Weg ist recht holprig. Wir nähern uns der Mondlandschaft. Am ersten Aussichtspunkt lassen wir das Auto stehen und laufen ein Stück in die karstigen Hügel. Kurz vor dem wasserlosen Swakop River passieren wir die schwarzen Dolorit-Kämme, die den Bergrücken harte Konturen verleihen. Im nächsten Abschnitt säumen riesige Welwitschias links und rechts die Straße. Die Welwitschia mirabilis wächst ebenerdig und bekommt in ihrem gesamten Leben neben den beiden Keimblättern nur zwei Laubblätter, der verholzte Stamm ist unterirdisch. Sie wächst langsam und erreicht ein Alter von 1000, unter günstigen Umständen bis 2000 Jahren. Unser Trail endet hier - wir kehren um. Nach Verlassen des Welwitschia Drives liegen 80 km bessere Wegstrecke vor uns. Neben der Piste entdecken wir eine Straußenmutter mit zwei Jungtieren. Aufmerksam und argwöhnisch beobachtet sie, wie wir uns den Jungen mit unseren Kameras nähern. Gegen 16 Uhr erreichen wir unser heutiges Tagesziel, die Blutkuppe. Das Camp ist menschenleer. Wir suchen uns den schönsten Platz direkt am Fuß des Felsens unter einem Kameldornbaum. Selbst an diesem entlegenen Ort gibt es Feuerstelle, Betontisch und -stühle sowie Mülltonnen. Duschen sind nicht vorhanden, darauf waren wir vorbereitet und haben genügend Frischwasser mitgebracht. Dieser herrliche Flecken Erde gehört jetzt uns ganz alleine! Wir grillen Rindersteaks, die schmecken. Danach besteigen wir bei untergehender Sonne das Bergmassiv. Der Granit ist erstaunlich weich und brüchig. Ganz oben auf dem Rücken finden wir eine Höhle und diverse durchlöcherte Felsformationen, die aussehen, als wären sie von Wasser ausgespült. Mit der Dämmerung kommen wir unten wieder an. Wir verheizen den mitgebrachten Rest an Feuerholz und genießen einen lauschigen Abend und eine ruhige Nacht.

Mittwoch, 26. Oktober 2005

Blutkuppe - Windhoek - 242 km
Wir stehen bereits um 6 Uhr auf, um den Sonnenaufgang vom Berg aus zu erleben. Ungewaschen und ohne Frühstück stapfen wir los. Leider versteckt sich die Sonne hinter einer dichten Wolkendecke. Auch gut, so haben wir halt hiermit unseren Frühsport erledigt. Wir lassen uns Zeit, frühstücken gemütlich, genießen die Sonne, die sich inzwischen durch die Wolken gekämpft hat und brechen gegen 9 Uhr auf. Bei den Quivertrees in der Nähe legen wir einen kurzen Fotostopp ein. Bis zu zehn Meter hoch und über einen Meter dick kann der massige Baum mit seinem Kandelaber-artigen Aussehen werden. Köcherbaum heißt dieser Vertreter aus der Familie der Liliengewächse, weil die Buschmänner - die Ureinwohner der Trockengebiete im südlichen Afrika - seine Äste aushöhlen und als Behälter für ihre Jagdpfeile benützen. Nachdem wir ja bei Keetmanshoop kein Glück mit ihnen hatten, ist Rosmarie sehr froh, hier diese Spezies endlich auf die Linse bannen zu können. Neben der Straße begleiten uns laufend Tiere, vor allem Strauße, Springböcke, Zebras, Kudus und einige Erdhörnchen. Langsam nähern wir uns den Khomas Bergen. Die Strecke ist für LKW mit Anhänger oder Trailer gesperrt. Wir wundern uns darüber. Als wir den Boshua Pass erreichen, wissen wir warum: einige Passagen auf der üblen Schotterpiste sind so steil, dass wir den 1. Gang benutzen müssen. Rosmarie hat Kopfschmerzen und kann der bergigen Landschaft, die kein Ende nehmen will, keinerlei Reiz abgewinnen. Für die 150 km im Khomas Hochland benötigen wir 3½ Stunden Fahrzeit. Das Auto scheppert, ächzt und stöhnt. Endlich, wenige Kilometer vor Windhoek, haben wir wieder Asphalt unter den Rädern. Aus dem Beherbergungsführer "where to stay", der uns gute Dienste geleistet hat, wählen wir die Pension Moni, wo wir die letzten beiden Tage bleiben wollen. Auf dem Weg dorthin tanken wir den Wagen noch einmal richtig voll, damit wir bei der Rückgabe wenig von dem am Flughafen teuren Treibstoff auffüllen müssen. Wir werden freundlich empfangen. Das Zimmer ist einfach aber sauber, Garten und der Pool sind einladend. Es ist sehr heiß. Nach einer Ruhepause lassen Rosmaries Kopfschmerzen nach und sie geht schwimmen. Mir ist auch hier das Wasser zu kalt - ich lese. Für weitere Aktivitäten sind wir heute zu erschöpft. Abends gehen wir in einer nahen Shopping Mall in das Restaurant Cattle Baron, ein Steakhouse. Lokal, Essen und Service sind sehr zu empfehlen. In unserem Zimmer läuft derweil ohne Unterbrechung ein großer Deckenventilator und versucht vergeblich eine erträgliche Raumtemperatur herzustellen. Müde legen wir uns schlafen.


Donnerstag, 27. Oktober 2005

Windhoek - 2 km
Wir fanden letzte Nacht wegen der Hitze kaum Ruhe. Nach dem Frühstück checken wir wieder aus, obwohl wir für 2 Nächte gebucht hatten. Laut "where to stay" hat das Guesthouse Tamboti eine Klimaanlage in allen Räumen und liegt zentral. Ich rufe dort an. Es ist noch 1 Zimmer frei - und die Klimaanlage funktioniert! Als wir gegen 9 Uhr eintreffen, ist unser Zimmer sogar bereits beziehbar. Wir packen nur schnell aus und gehen dann zu Fuß ins Zentrum. Vor dem Hotel Kalahri Sands finden wir das Wahrzeichen der Stadt, die Windhoek Aloe. Direkt dahinter liegt der Supreme Court. Wir laufen daran vorbei und gelangen zur Christuskirche. Daneben wacht die Alte Feste mit dem Reiterdenkmal zu Ehren der gefallenen Soldaten der deutschen Schutztruppe. Von hier gelangen wir zum Regierungsgebäude, dem Tintenpalast. In seinem wunderschönen Park entdecken wir kräftig bunte Eidechsen. Wir gehen am Sitz des Präsidenten vorbei, dem State House. Fotografieren ist ausdrücklich verboten. Die Mittagshitze bremst unseren Kulturhunger wieder. Wir machen uns auf den Rückweg ins Tamboti. Rosmarie geht schwimmen, ich lese. Langsam aber sicher müssen wir unsere Reisetaschen packen. Morgen wird uns die LTU nach Deutschland zurück bringen. Wir geben die Reste unserer Lebensmittel, die noch zu verwenden sind, für das Personal im Tamboti ab. Mit dem Rest des Wassers, was wir mitgeführt haben, gieße ich einen Baum. Wir legen uns früh schlafen, da wir am nächsten Morgen zeitig los müssen. Wasserkocher, Kaffee und Sandwiches hat uns die freundliche Besitzerin persönlich vorbeigebracht, da es noch keinen Frühstücksservice geben wird, wenn wir abreisen.


Freitag, 28. Oktober 2005

Windhoek - Airport - 48 km
Für die gut ausgebaute Straße zum Flughafen benötigen wir eine halbe Stunde. Um 7 Uhr treffen wir auf dem Parkplatz der Budget Autovermietung ein. Die Fahrzeugrückgabe ist weitaus schneller abgewickelt als die Übernahme. Rosmarie steht in der Zwischenzeit bereits in der Warteschlange am Check In. Nach der kurzen Ausreisekontrolle geben wir die letzten Dollar im Duty Free Shop aus. Mit 1 Stunde Verspätung treten wir um 10.30 Uhr die Rückreise an. Der Flug tagsüber ist wesentlich angenehmer, als der Nachtflug auf dem Hinweg. Über München kreisen wir noch 20 Minuten wegen Nebels und landen endlich gegen 20.30 Uhr. Eva und Mattias warten schon um uns nach Hause zu bringen.


Die Reise war wunderschön. Uns war von vornherein klar gewesen, dass es sich um keinen Erholungsurlaub handeln würde (was es letztendlich auch nicht war). Etwas mehr als 4.700 Kilometer haben wir innerhalb 15 Tagen auf teilweise sehr schlechten Pisten zurückgelegt. Dank Rosmaries perfekter planerischer Vorarbeit hatten wir aber eine ausgewogene Aufteilung der Fahr- und Ruhezeiten.


Nur wenige Details würden wir im Nachhinein ändern:


Zusätzliche Tipps:


© copyright Otto Kinateder