"Fahren Sie in den Kreisverkehr"

Frankreich - Bretagne - 16.09.- 11.10.

Start mit Hindernissen
Die erste Etappe soll uns bis zum Rhein führen. Auf dem Weg dorthin werden wir bei Zita und Hans mit Kaffee und Kuchen verwöhnt. Auf der weiteren Strecke blockiert uns ein Stau vor Pforzheim. Plötzlich spielt die Kupplung unseres Womo verrückt. Das Pedal bleibt durchgetreten, der eingelegte Gang lässt sich nicht mehr rausnehmen. Otto hebt das Pedal per Hand wieder an - es geht wieder. Aber nur kurz. Jetzt nichts wie runter von der Autobahn. Ohne Motorunterstützung rollen wir die abschüssige Ausfahrt zur B10. Zum Glück ist die Ampel dort gerade grün. Mit dem letzten Schwung kommen wir über die Einmündung und bleiben am Straßenrand endgültig stehen. ADAC verständigen - mit der "Pannenhilfe-App" ein vorher noch nie probiertes Kinderspiel. Gleich darauf erfolgt ein freundlicher und hilfsbereiter Rückruf. Ein Abschleppdienst wird verständigt. Der nimmt uns Huckepack und setzt uns bei der Fiat-Werkstatt in Pforzheim ab. Heute am Sonntag-Abend ist da natürlich niemand. In einer nahe gelegenen Pizzeria essen wir zu Abend und schlafen im Womo auf dem Hof von Fiat Kleinmann. Schock am nächsten Morgen: die Reparatur dauert mindestens bis Mittwoch. Der hilfsbereite ADAC besorgt uns einen Leihwagen. Wir fahren knapp 250 km nach Hause zurück. Neuer Schock einen Tag später: Reparaturkosten knapp 1.800 Euro! Aber was bleibt uns anderes übrig? Am Mittwoch Mittag starten wir wieder westwärts, geben den Mietwagen ab, löhnen die Reparaturkosten und setzen unsere Reise fort. Weil auch noch der Abwasserschlauch im Waschbecken im Bad leckt, haben wir in der Zwischenzeit einen Termin in der Bürstner-Werkstatt des RC Mannheim für morgen Früh vereinbart. Der kostenlose Stellplatz in Schwetzingen nahe beim Schloss passt für unsere Zwecke ideal. In der Werkstatt ist reger Betrieb. Kurz nach 10 Uhr ist ein neues Stück Abwasserschlauch montiert und die Reisekasse um weitere 100 Euro erleichtert. Frankreich wir kommen!

unsere Route


Der Stellplatz in Pont-à-Mousson direkt an der Mosel ist eine Wucht. Super Lage, saubere WCs, große Duschen, WiFi und Stromanschluss für sehr günstige 10 Euro. Bereits am Nachmittag wird die Schranke geschlossen. "Complet!" Das kleine Städtchen ist auch nett. In einer Bar üben wir französisch und kommen erstaunlicherweise ganz gut zurecht.

Pont-a-mousson Place Duroc

Pont-a-mousson Moselbrücke mit der Kirche St. Martin


Heute steht eine lange Etappe bis an die Loire auf unserem Programm. Wir wollen die 450 Kilometer nach Chambord mautfrei zurücklegen. Mit Pausen und Einkaufen sind wir von 9 Uhr bis 17 Uhr unterwegs. Neben dem größten aller Loire-Schlösser ist heute ein Riesen-Spektakel. Ein Volks-Triathlon, bei dem die Wasserstrecke mit Schlauchbooten zu bewältigen ist. Mit Einbruch der Dämmerung ist der Rummel vorbei und das Gelände gehört uns und einigen anderen Wohnmobilisten. Der Stellplatz ist ein Parkplatz ohne weiteren Service und kostet 11 Euro, soweit ok.

Triathlon de Chambord

Chateau de Chambord


Die 13 Euro Eintritt sind gut angelegt. Chataeu Chambord ist aufgrund seiner Anlage für uns einmalig. Das Konzept stammt womöglich sogar von Leonardo da Vinci. Zumindest hatte er mit dem Bauherrn Kontakt bevor er 1519 auf Schloss Clos Lucé in Amboise verstarb. Der gezeigte Film am Beginn unseres Rundgangs veranschaulicht die geometrische Konstruktion. Im Gegensatz zur Gesamtzahl der Räume ist die Menge an Prunkräumen überschaubar, und das finden wir gut. Schon ist Mittagszeit. Wir brechen auf. Der zentrale Parkplatz in Blois ist ein Womo-Stellplatz, die Parkgebühr von 8 Euro gilt für 24 Stunden. Das königliche Schloss bewundern wir nur von Außen und spazieren über die Hügel der Altstadt. Obwohl für die Übernachtung bereits bezahlt, verlassen wir am Nachmittag das Städtchen und ziehen weiter nach Chaumont-sur-Loire. Die Wiese des einfachen Campingplatzes dort direkt am Fluss und nahe beim Schloss ist uns sympathischer, als der städtische Parkplatz in Blois. Ohne Strom und mit einfacher Sanitärausstattung zahlen wir 10,14 €. Ein langer Abendspaziergang führt uns einmal rund um das teure Chateau - 18 Euro Eintritt pro Person sind uns zu viel.

Chateau de Chambord

Chateau de Chambord

Chateau de Chambord

Chateau de Chambord

Chateau de Chambord

königl. Schloss Blois

Loire Brücke Blois


Leichter Nieselregen. Château de Chenonceau empfängt uns aristokratisch unterkühlt. Wir löhnen bürgerliche 28 Euro am Ticketautomaten und starten die Besichtigung innen mit der Hoffnung auf sonnigeres Kamera-Licht nachher. Schlafzimmer reiht sich an Schlafzimmer. Na gut, im Keller ist eine große Küche. Zusammen mit uns interessieren sich heute am Sonntag besonders viele Schaulustige für das aparte Wasserschloss. Das Wetter hat seine Chance nicht genutzt, wir kommen trotzdem zu passenden Außenaufnahmen. Nach der Mittagspause schlendern wir noch durch den Gutshof des Anwesens und durch die Blumen- und Gemüsegärten. Den abschließenden Bummel durch den Ort verkürzt einsetzender Regen. Aufbruch Richtung Bretagne. Laut Tourplan wollen wir heute bis zum Stellplatz in Avoine. Das Navi lotst uns unter Umgehung mautpflichtiger Straßen kreuz und quer durch öde Landschaft. Gemäß der Devise "Regentage sind Fahrtage" stoppen wir letztlich erst in Saint-Clément-des-Levées, einem nichtssagendem kleinen Ort an der Loire nahe bei Angers. Der Stellplatz am Loire-Ufer ist ein einfacher kostenloser Parkplatz.

Château de Chenonceau

Château de Chenonceau


Die 280 km bis Auray sind bis Mittag abgespult. Ein sonniger Tag. Eine kühle Brise bläst den Kopf frei. Wir spannen am Camping du Lac aus. Der Platz kostet günstige 15,20 € und ist von vielen Briten frequentiert, die Sanitäranlagen sind neu und gepflegt. Direkt nebenan haben die alten Gallier zuhauf Spuren hinterlassen. Hinkelsteine ohne Ende! Ottelix ist in seinem Element und späht nach einer römischen Kohorte, um sie zu vermöbeln. Aber weder römische Legionäre noch Wildschweine laufen ihm über den Weg. Wir umrunden das Menhire-Feld von Kermario, spazieren durch Kiefern- und Eichenwald zum Géant du Manio und der Quadrilatére. Weil's grad passt, nehmen wir auch noch den Kumulus von Kercado mit, ein über 6700 Jahre alter Grabhügel. Genug der alten Steine. Die Halbinsel Quiberon erwartet uns. Am südlichen Ende kurz vor Quiberon befindet sich ein günstiger Stellplatz hoch über dem Atlantik (6,40 €). Die Aussicht von den Klippen ist gigantisch. Den kurzen Spaziergang zu "Le Viviere" beendet ein Gläschen Cidre. Abends wird's wieder kühl.

Alignements de Kermario bei Carnac

"Le Viviere" auf der Halbinsel Qiberon


Am Vormittag wandern wir nach Quiberon. Die Stadt gefällt uns besser als unserem Führer. Nur die Suche nach einer Boulangerie bleibt erfolglos. Dafür serviert uns eine freundliche Bedienung schmackhafte Galettes. Da Otto mal wieder gemütlich duschen möchte ist unser nächstes Ziel der Campingplatz "Les Jardins de Kergal". Mit ACSI-Karte kostet er nur 16,10 Euro und bietet sogar ein beheiztes Hallenbad. Wir vergnügen uns aber lieber am Strand von Guidel. Mit den Rädern ein Katzensprung. Es ist unglaublich warm. Kein Wölkchen am Himmel. Abends wird gegrillt, was der Gasbrenner hergibt.

Quiberon

"Qiberon


Wir fahren überland nach Concarneau. Der Parkplatz am Bahnhof ist tagsüber kostenlos. Die alte Hafeninsel "La Ville Close" ist touristisch und trotzdem schön. Der Weg auf der südlichen Stadtmauer offenbart keine sensationellen Ausblicke. Dafür führt er uns aber zu einer gemütlichen Creperie, wo wir Pause machen. Die Hitze wird fast schon unangenehm. Die Klimaanlage im Womo erfrischt uns auf der Weiterfahrt nach Tréogat. Der Ort ist kein Geheimtipp. Vielmehr war Rosis Papa hier im Krieg und hat von den schönen Stränden geschwärmt. Und die gibt es nördlich von Plovan reichlich. Bei Penhors ist Kaffeepause angesagt. Etwa 45 Minuten später erreichen wir Pointe du Van. Der Parkplatz bzw. Stellplatz hier ist ein prima Tipp aus dem Internet. Kostenlos inkl. WC anstelle 15 Euro ohne WC am 4 km südlich gelegenen Pointe du Raz. Schnell noch ein paar Fotos im gleißenden Sonnenlicht. Dann kommt erfrischender Nebel. Wir sind gespannt, was uns morgen erwartet.

La Ville Close

Strand bei Penhors


Die Sonne ist zurück. Der Pointe du Van wird zu Fuß umrundet. Die belgischen Nachbarn geben uns willkommene Tipps für die weitere Strecke. Aufbruch. Parken am Pointe du Raz ist nur 30 Minuten kostenlos. Wir haben genug gesehen und fahren weiter. In der Baie des Trépassés bleiben wir eine Weile am aalglatten Sandstrand und sehen den Surfern zu. Die Kirche in Goulien ist auch einen Stopp wert. Auf einer Picknickbank nebenan ist Mittagspause. Über Douarnenez erreichen wir Locronan. Der 400-Seelen-Ort ist als eines der "Plus beaux villages de France" klassifiziert. Die Granithäuser aus dem 16./17. Jh. rund um die Kirche des Hl. Ronan sind blumengeschmückt. Sehr schön hier! Rosi möchte hier länger bleiben, aber Otto drängelt. Ganz in der Nähe in Châteaulin ist der Camping de Rodaven (16,10 €), der ab morgen Winterpause macht. Das gepflegte Wiesengrundstück liegt schön neben dem Zentrum am Kanal. Der späte Abendspaziergang führt uns durch eine hässliche Stadt - was ein Kontrast zu Locronan.

Pointe du Van

Locronan

Pointe du Van

Locronan


Die Autobahn E60 brint uns rasch nach Brest. Wir folgen dem Navi und fahren mitten durch die Stadt. Die engen Straßen und unzähligen Kreisverkehre erfordern Geduld. Zum Glück sind wir nicht auf der Flucht! Mittagspause machen wir in Pointe Saint-Mathieu. Die beiden Leuchttürme inmitten der Abteiruine sind befremdlich und stören die friedliche Ruhe. Aufgrund seiner Lage ein schöner Flecken Erde. Nur wenige Kilometer weiter in Le Conquet buchen wir in der Tourist Information für morgen einen Tagesausflug zur Île d'Ouessant, dem westlichsten Punkt Frankreichs. Zusammen mit einer Bustour über die Insel bezahlen wir 2 mal 40 Euro. Nur - wo können wir das Wohnmobil stehen lassen? Die freundliche Dame im Büro empfiehlt den offiziellen Parkplatz der Schifffahrtsgesellschaft für 9 Euro. Doch dort steht "No Camping"! Auf dem Parkplatz neben der Tourist-Info sind offiziell nur 4 Stunden erlaubt. Anwesende Wohnmobilreisende erklären auf Anfrage, dass wir hier unbesorgt stehen bleiben können. Und da das 4-Stunden-Limit nur bis 30.09. (= morgen) gilt, wagen wir es, uns ohne Parkschein neben die vielen französischen Campern einzureihen. Mit den Rädern erreichen wir über die lange Fußgängerbrücke die Traumstrände "Plage des Blancs Sablons".

Pointe Saint-Mathieu

Le Conquet Hafen


Erstaunlich viele Menschen nutzen die Fähre um 9:45. Der blaue Himmel und der spiegelglatte Atlantik haben offensichtlich für Sonntags-Ausflugsstimmung gesorgt. Etwa eineinhalb Stunden später erwartet uns die freundliche Insel-Busfahrerin und hakt Familie Otto auf ihrer Liste ab. 4 km weiter in der Inselhauptstadt Lampaul setzt sie uns wieder aus. Wir haben hier knapp zwei Stunden Zeit, bis die Rundfahrt losgeht. Die Bars und Restaurants sind voller Leben, der Supermarkt geöffnet. Wir genehmigen uns am stillen kleinen Hafen die mitgebrachten Sandwiches und in einem kleinen Hotel oberhalb einen Café. Dann beginnt die Rundfahrt. Unsere Fahrerin ist nicht nur freundlich, sondern auch ungemein redselig. Ihr lustiger Vortrag endet nur kurz, wenn wir den Bus verlassen dürfen. Leider verstehen wir von alledem kein Wort und schauen stumm auf die wenigen Sehenswürdigkeiten. Die Sonne zieht sich zurück. Um 16:30 ist Schluss. Wir haben jetzt noch eineinhalb Stunden Zeit bis zum Rücktransfer zum Fährhafen. Prima, da können wir noch Crepes essen gehen. Was ist denn jetzt passiert? Lampaul ist wie leergefegt. Alle Kneipen geschlossen! Einzelne versprengte Touristengrüppchen suchen verzweifelt ein geöffnetes Restaurant. Eine zentral gelegene Bar spendiert uns wenigstens noch Café au Lait, bevor wir die Insel wieder verlassen dürfen. Ouessant ist eine spröde Schönheit, ganz und gar nicht touristisch. Eine saarländische Urlauberin charakterisiert sie treffend: "Man kümmert sich dort nicht um Touristen. Sie dürfen gerne kommen, es aber auch bleiben lassen".

Île d'Ouessant

Île d'Ouessant


Der E.Leclerc Markt in Le Folgoët hat wegen Inventur bis 11 Uhr geschlossen. So warten wir 45 Minuten im Womo, um uns in der dortigen Amplifon-Filiale Ottos defektes Hörgerät reparieren zu lassen. Endlich drinnen erfahren wir, dass sich das gesuchte Geschäft eine Straße weiter nebenan befindet. Wenigstens wird dort kompetent und schnell geholfen. Mittags erreichen wir den von den Belgiern empfohlenen Campingplatz "de la Grève Blanche" in Plouguerneau. Die Lage ist toll. Große Rasenplätze direkt am Strand. Die Sanitäreinrichtung ist in die Jahre gekommen. 15,44 Euro sind auf jeden Fall für das Gebotene sehr günstig. Zu Europas größten Leuchtturm "Phare de l’Île Vierge", über 80 m hoch, fahren wir mit den Rädern. Nachmittags sitzen wir im Windschatten und genießen die warme Sonne. Ein Strandspaziergang beschließt den schönen Tag.

Phare de l’Île Vierge vom Campingplatz aus

bei Plouguerneau



Aufbruch zur Rosa-Granit-Küste. Der Himmel trägt dezentes Grau. Die Scheibenwischer arbeiten mal mit langem, mal mit kurzem Intervall. So hatten wir das Wetter in der Bretagne erwartet oder befürchtet. Mittagspause am super Strand in Plestin-les-Grèves. Straßensperre wegen Baustelle. Aber keine Umleitungsschilder! Irgendwie finden wir doch einen Weg. Wir lassen uns Zeit und sind gegen 15 Uhr am Campingplatz in Landrellec. Die Parzellen sind ok, das Sanitärgebäude ebenso - aber die Umgebung finden wir nicht berauschend. Also 5 km weiter nach Trégastel auf den Stellplatz. Der bietet für 8 Euro außer Entsorgung nichts, aber die Lage gefällt uns besser. Ein erster Spaziergang führt uns um das Kap, vorbei am leergelaufenen Meeresarm. Kaffeepause mit "Kouign amann" - lecker. Der zweite Spaziergang mündet in der Brasserie im "Super-U". Nieselregen und Essen passen doch zusammen?

Phare de l’Île Vierge vom Campingplatz aus


Aufbruch ohne Frühstück. Das soll's gleich stilvoll mit Meerblick geben. Doch die Behörden wollen hier keine Wohnmobile an den Strandparkplätzen haben. Überall sind Höhenkontrollen, die nur Fahrzeuge unter 2 m durchlassen. Hoch über dem Atlantik endlich ein freier und zugänglicher Platz. Etwas schräg, aber was soll's. Der ganze Trip entlang der Rosa Granit Küste gestaltet sich ziemlich kurz, da wir nirgendwo stehen bleiben können. 30 kurvige Kilometer weiter wartet in Plougrescant "La Maison du Gouffre", das berühmte Haus zwischen den Felsen. Die Straßen durch den Ort sind winzig und verwinkelt. Eigentlich soll ja wieder die Sonne scheinen. Sie kommt endlich am Nachmittag, da aber mit Macht. Der Campingplatz "Les Salines" in Plurien spricht uns nicht besonders an. Nur 5 km weiter entdecken wir einen großen Parkplatz direkt am langen Strand. Camping ist hier verboten, aber ein Bulli-Fahrer erklärt uns, dass er schon dreimal problemlos übernachtet hat. Wir spazieren auf dem feinen Sand am Wasser entlang. Zwei mal kreuzt ein Gendarmerieaufgebot den Platz. Unaufgefordert wechseln wir auf den wenig attraktiven offiziellen Stellplatz ohne Meerblick nebenan (6 €).

La Maison du Gouffre

Strand bei Plurien


Cap Frehel im Morgennebel. Erst beim Aufbruch löst er sich endlich auf. Rosi ist traurig. Aber Otto zieht es nach Saint Malo. Wieder mal Baustelle mit riesen Umweg. Der Stellplatz dort liegt direkt vor Intra Muros, dem historischen Zentrum. Der Ticketautomat ist schwer verständlich. Bis 18 Uhr bezahlen wir 2 Euro, Übernachten würde 25 Euro kosten. Gleich zu Beginn des Rundgangs gibt's "Mules et frites" in einem Lokal an der Stadtmauer. Die folgende Besichtigung der belebten Stadt macht Spaß. Rosis Fürsorge für eine ältere Dame, die einen Schwächeanfall erlitten, wird nicht gewünscht. Abfahrt zum kostenlosen Strandparkplatz vor der Stadt. Dort erleben wir einen Bilderbuch-Sonnenuntergang.

Cap Frehel

Saint Malo

Saint Malo

Cap Frehel

Saint Malo

Saint Malo


Cancale die Austernstadt! Otto traut sich nicht, die angebotenen Schalentiere lebend zu verlosten. Und eine offene Boulangerie ist auch nicht zu finden. Wir verlassen die Bretagne und erreichen mit Mont St. Michel die Normandie. Camping aux Pommiers ist gepflegt inkl. überdachter Schwimmhalle und der Preis von 17,88 € angemessen. Per Rad und ein gutes Stück zu Fuß bewältigen wir die 5 Kilometer zur berühmten Felseninsel. Viele Menschen, Andenkenläden, Restaurants. Die Benediktinerabtei ganz oben ist die 10 Euro Eintritt auf jeden Fall wert. Abends wird gegrillt. Oh je, hier sind Mücken! Beim Nachtspaziergang stellen wir fest, dass Mont St. Michel aus der Ferne wie ein Disney-Schloss aussieht.

Cancale

Cancale Austernernte

Cancale Austernbänke

Mont St. Michel


Vormittags noch mal Mont St. Michel, diesmal mit den Rädern bis zur Stadtmauer. Noch hält sich der Besucherandrang in Grenzen. Wir gehen eine kurze Tour auf der Stadtmauer. Jetzt aber zurück, damit wir vor Mittag am CP auschecken können! Abfahrt. Das Navi lotst uns wieder mal ziemlich schräg und nicht nachvollziehbar. Rosi übernimmt. Mittagspause bei Fougéres. Die N12 bringt uns zügig voran. Kaffeepause irgendwo im Nirgendwo. Der Stellplatz in Brezolles ist einfach aber kostenlos. Heute ist ein Event im Ort: Stadtlauf der Schlafmützen - wenig Läufer, noch weniger Zuschauer, große Blaskapelle. Das Städtchen ist ansonsten ausgestorben.

Erstaunlicherweise führt uns das Navi heute mal so, wie wir fahren wollen. In Sezanne ist Mittagspause beim Chinesen. Um 16 Uhr erreichen wir Pont-a-Mousson. Wir ergattern den letzten (!) freien Stellplatz auf dem gepflegten Gelände, wo wir schon bei der Anreise nach Frankreich Station gemacht hatten. Perfekt zur Umgebung ist auch die Sonne zurückgekehrt. Und weil es uns hier so gut gefällt, bleiben wir gleich noch einen weiteren Tag. Bei der Heimreise füllen wir noch beim Weingut Leiss in der Nähe von Weinsberg unsere Weinvorräte auf und übernachten auf dem kostenlosen zentralen Stellplatz in Weinsberg. Am nächsten Mittag sind wir wohlbehalten und zufrieden wieder zuhause.

Brezolles