Straubing/Laaber - 05.05.- 10.05.

Ostbayern - Radeln im Tal der Schwarzen Laber

Endlich ist es wieder sonnig geworden. Von Chr. Himmelfahrt bis Samstag besuchen wir Andreas und Johanna in Saxing und Oma in Hauzenberg. Nach dem Frühstück brechen wir nach Straubing auf, unserer früheren zeitweisen Heimat. Der Parkplatz am Hagen ist randvoll - mal wieder ein Flohmarkt. Zunächst schauen wir an unserer ehemaligen Wohnung in der Weißgerbergasse vorbei, wo wir vor 35 Jahren gewohnt haben. Das Gebäude und die Umgebung sind kaum verändert.

Im Zentrum am Stadtplatz ist richtig was los. Der Markt auf dem Ludwigsplatz versorgt die letzten Kunden, bevor die Stände abgebaut werden. Die stilvoll renovierten Fassaden der stattlichen Bürgerhäuser rund um den Platz wecken Erinnerungen. Doch die meisten Geschäfte und Läden haben ihre Besitzer bzw. Mieter gewechselt. Wir gehen auch ins frühere "bilka"-Kaufhaus, heute eine Woolworth Filiale, Ottos damaligem Arbeitsplatz. Am Theresienplatz essen wir Pizza in der Sonne und ein Sport-Outlet versorgt Rosi mit einer schicken Thermoweste. Bei Tchibo duftet der Kaffee köstlich, aber wir finden keine 2 freien Plätze. Vor der Weiterfahrt besuchen wir noch kurz die Kirche St. Jakob.

Straubing Weißgerbergasse

Straubing Ludwigsplatz

Straubing Ludwigsplatz

Knapp 10 km westlich liegt der Ort Rain, wo wir während unserer Straubinger Periode als erstes gewohnt hatten. Wir parken im Neubaugebiet und gehen zu Fuß durch die alte Siedlung. Die Häuser und Gärten sind sehr gepflegt. Wir spazieren bei Erna und Bruno vorbei, damaligen Nachbarn bzw. Arbeitskollegen. Erna ist im Garten und erkennt uns tatsächlich wieder. Das gibt ein Hallo! Spontan werden wir zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Wir sitzen gemütlich beisammen, tauschen alte Erinnerungen aus und erzählen von unserem Werdegang nach dem Wegzug. Erst gegen 17 Uhr brechen wir Richtung Laaber auf, wo wir auf dem Campingplatz Hartlmühle die nächsten Tage bleiben werden.

Straubing Theresienplatz

Straubing St. Jakob


Die Hartlmühle ist gut belegt, wir finden zum Glück ein großzügiges Areal einer freien Hecken-gesäumten Dauercamper-Parzelle, wo 2 rollende Heime bequem unterkommen können. Morgen Nachmittag stoßen nämlich Anita und Franz mit ihrem Bully zu uns. Die Nacht ist angenehm ruhig. Vormittags herrscht Aufbruchstimmung. Der Großteil der Camper hat wohl den Brückentag nach Christi Himmelfahrt genutzt und reist heute ab. Wir satteln unsere Räder für eine erste kurze idyllische Tour an der Schwarzen Laber. Vorbei an diversen alten Mühlen strampeln wir nach Beratzhausen. Auf dem Rückweg machen wir Mittagsrast an der Hammermühle. Lokal und die Bierbänke davor sind voll - es ist Muttertag! In der warmen Sonne essen wir nur einen Salat - na ja, Dressing bzw. Essig und Öl waren wohl recht knapp. Gerade noch rechtzeitig, bevor Anita und Franz eintreffen, sind wir wieder am Campingplatz zurück. Wir trinken gemeinsam Kaffee, ratschen und genießen die warme Sonne. Abends radeln wir noch nach Eichhofen zur dortigen Schloßbrauerei. Franz ist mit seinem Essen nicht glücklich, der Ochse ist weichgekocht und Süßkartoffel nicht sein Geschmack. Wir anderen sind recht zufrieden. Der Abend draußen vor den Womos wird recht frisch und gegen 22 Uhr flüchten wir in die warmen Betten.

Campingplatz Hartlmühle am Sonntagabend


Für heute hat Franz eine schöne Tour geplant. Sie führt uns vorbei an Eichhofen, wo wir gestern gegessen hatten und an den steilen Kletterfelsen bei Schönhofen sowie der Burg Loch über Sinzing an die Naabmündung bei Maria Ort, direkt gegenüber von Regensburg. Wir besichtigen das ehrwürdige Gotteshaus, schießen ein Erinnerungsfoto an der Naabspitze und stärken uns genüsslich im Gasthof Krieger (eine echte Empfehlung). Der Rückweg ist kürzer aber dafür geringfügig schweißtreibend: wir schieben unsere Drahtesel den Berg hoch und auch noch ein Stück im unwegsamen Waldgelände. Den Nachmittag verbringen wir mit Lesen im Schatten, in der direkten Sonne ist es uns sogar zu heiß. Abends kommt auf den Tisch, was der volle Kühlschrank hergibt. Und gegen 22 Uhr ist bereits wieder Schlafenszeit - die Nächte sind immer noch recht kühl.

An der Naabspitze bei Regensburg

Abschiedkaffee in der Hartlmühle


Nach dem Frühstück rüsten wir unsere Mobilheime zur Abreise, bezahlen und parken außerhalb der Schranke. Danach satteln wir wieder die Räder. Entlang der Schwarzen Laber führt uns der Weg über Laaber, Beratshausen bis zur Kohlmühle. Bei der Ruine wenden wir und machen auf dem Rückweg beim Landgasthof Friesenmühle Mittagsrast. Die fangfrischen Forellen hier sind eine Empfehlung. Otto begnügt sich mit einem großen Salatteller und belohnt sich dafür mit einem Eis zum Dessert. Zurück am Campingplatz trinken wir noch einen letzten Abschiedkaffee. Danach fahren beide Womos in entgegengesetzten Richtungen bei einstzendem leichten Regen heimwärts.

Schee war's!